{"id":268,"date":"2011-06-24T12:15:16","date_gmt":"2011-06-24T10:15:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tramspotters.de\/?p=268"},"modified":"2011-06-24T23:36:31","modified_gmt":"2011-06-24T21:36:31","slug":"die-kriegsstrasenbahn-von-dusseldorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tramspotters.de\/?p=268","title":{"rendered":"Die Kriegsstra\u00dfenbahn von D\u00fcsseldorf"},"content":{"rendered":"<p>Hallo zusammen,<\/p>\n<p>der Titel mag etwas missverst\u00e4ndlich sein. Was ich hier zeige ist ein Modell des Kriegsstra\u00dfenbahnwagens (KSW), der w\u00e4hrend des 2. Weltkriegs projektiert wurde, um den st\u00e4rker werdenden Zerst\u00f6rungen im Nahverkehr Herr zu werden. Ein sehr simples Fahrzeug, das von der Technik und Komfort einen absoluten R\u00fcckschritt gegen\u00fcber den damals modernen Fahrzeugen der 30er Jahre, wie z.B. dem Niederflurwagen, darstellt, aber es entstand halt unter der Eindruck des Krieges und dass in der Nachkriegszeit (eines gewonnen Krieges) schnell Fahrzeuge bereitstehen, um den Fahrgastmassen gerecht zu werden.<\/p>\n<p>Seine St\u00e4rken konnte der KSW tats\u00e4chlich erst nach dem Krieg ausspielen. Hier kam es nicht drauf an, auf einem Polstersitz zu sitzen, sondern man war froh, dass \u00fcberhaupt eine Fahrgelegenheit bestand und so spielte es keine Rolle, dass im KSW nur Holzb\u00e4nke vorhanden waren. Je nach Ausf\u00fchrung gab es zwischen 12 und 16 Sitzpl\u00e4tzen, daf\u00fcr umso mehr Stehpl\u00e4tze.<\/p>\n<p>In D\u00fcsseldorf lernte man den KSW erst ab 1953 kennen, als die Rheinische Bahngesellschaft von der Siegener Kreisbahn, sowie der Stra\u00dfenbahn in Gie\u00dfen \u00fcberz\u00e4hlige Fahrzeuge kaufte. Obwohl in dieser Zeit bereits die ersten D\u00fcwag Gro\u00dfraumwagen in Dienst gestellt wurden, bestand eine erhebliche Fahrzeugnot, so dass aus vielen St\u00e4dten ausgemusterte Fahrzeuge gekauft wurden, um in D\u00fcsseldorf eingesetzt werden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In D\u00fcsseldorf waren die Fahrzeuge bis in die 60er Jahre im Einsatz. Einige wurden zu Arbeitswagen, w\u00e4hrend andere, vor allem die Beiwagen noch nach Frankfurt\/Main weiterverkauft werden konnten. Dies ist umso bemerkenswerter, als dass die Fahrzeuge nur mit einer Lebensdauer von &lt;10 Jahren projektiert und gebaut wurden.<\/p>\n<p>Heute ist in D\u00fcsseldorf ein vollst\u00e4ndigerbetriebsf\u00e4higer KSW-Zug erhalten und zwar der Triebwagen 14, sowie der Beiwagen 332 und hier die beiden Fahrzeuge im Modell:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lh4.googleusercontent.com\/-qLQ4Drp3IBw\/TgRes4ZcEqI\/AAAAAAAAFKQ\/t9TJ6H06z8w\/s640\/P1070531.JPG\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lh6.googleusercontent.com\/-wt9U8a2yk-8\/TgRerh_nxWI\/AAAAAAAAFKI\/sF8MZ-hglDU\/s720\/P1070529.JPG\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Der KSW Zug steht hier abfahrbereit vor dem Betriebshof.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lh3.googleusercontent.com\/-wcxgbvuqpoU\/TgResHSa0GI\/AAAAAAAAFKM\/1GiugM0eXsU\/s640\/P1070530.JPG\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Triebwagen 14<\/p>\n<p>An den Fahrzeugen habe ich erstmalig meine selbstgebauten Magnetkupplungen montiert. Ich habe mir dazu kleine Rundmagnete besorgt, die ich einfach auf die Wiener Kupplungsattrappen geklebt habe.<\/p>\n<p>Eine Besonderheit ist, dass der Beiwagen auch tats\u00e4chlich eine Beiwagen Karosserie besitzt. Zu erkennen ist diese im Wesentlichen an der fehlenden Fahrschalterrevisionsklappe. Weiterhin ist das Frontblech nicht genietet und der Beiwagen besitzt keine Fahrtrichtungsanzeiger.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lh3.googleusercontent.com\/-LgOtsQMsCF8\/TgUBKJsdsbI\/AAAAAAAAFKk\/61GrIgci260\/s800\/P1070533.JPG\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Rechts am Bildrand kann man die Fahrschalterrevisionsklappe des Triebwagens erkennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo zusammen,<\/p>\n<p>der Titel mag etwas missverst\u00e4ndlich sein. Was ich hier zeige ist ein Modell des Kriegsstra\u00dfenbahnwagens (KSW), der w\u00e4hrend des 2. 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