Kleinbahn Teil 2

Hallo zusammen,

in Zeiten von Home Schooling muss man Kinder kreativ beschäftigen. Neben der zwischenzeitlich großflächig aufgebauten Teppichbahn – Trix C-Gleis ist klasse, nehme alles zurück, Digital mit z21 ist wirklich besser als Analog – , hat Manuel nun Teil 2 fast fertig gestellt.

Dieses ist die Streckenverlängerung nach rechts:
Hinter dem Gleis kommt eine Kuh- oder Schafweide hin, vor dem Gleis befindet sich ein kleiner Weg und ganz vorne der Rand von einem kleinen Teich:

Hier klebt er gerade Grasbüschel auf:

Der Teich entstand durch transparentes Resin, das hier vor Staub geschützt aushärtet:

Damit die Oberfläche nicht mehr so unnatürlich glänzt, hat Manuel sie mit verdünnten Weißleim betupft. Anregung dazu fanden wir u.a. in den Videos von Luke Towan (https://www.youtube.com/watch?v=HEG3d0cMuv4).

So sieht es jetzt aus:

Das LP-Schild in Fahrtrichtung nach Links steht zwischenzeitlich auch schon. Hinter dem Gleis soll noch ein Weidezaun hin, hier muss ich gucken, ob man was schönes kaufen kann, sonst wird was gebastelt.

Weiter geht´s …

Tschoe, Guido

Das Haus am Bahndamm der Eckernförder Kreisbahn

Hallo zusammen,

ich bin bei Facebook auf einen Diorama-Wettbewerb gestoßen (https://spurnullgalerie.jimdo.com/mini-diorama-wettbewerb/). Da mein Sohn Manuel (10 Jahre) mit schon seit einiger Zeit in den Ohren hängt, dass wir doch mal endlich eine Kleinbahn aus Schleswig-Holstein bauen, habe ich ihm den Wettbewerb gezeigt und er war sofort begeistert. Man hat max. Din A4 zur Verfügung, auf dem man was bauen soll.

Ich hatte schon etliche Fahrzeuge der Eckernförder und Flensburger Kreisbahn in 3D konstruiert und gebaut, denen aber bislang eine passende Umgebung fehlte. Im Bergischen Land sind sie bei mir schon gefahren, aber da wirken sie etwas merkwürdig.

Manuel hat im letzten Jahr schon einige Modellhäuser gebaut, was ihm sehr viel Spaß gemacht hat. Er hat mich auch schon einige Jahr auf Ausstellung begleitet, wo ich mit Freunden Modellstraßenbahn-Anlagen ausgestellt habe. Er fühlt sich daher schon ein bisschen als „Alter Hase“ ;-)

Ungeachtet vom Wettbewerb war mir wichtig, ihm zu zeigen, wie man was macht und dann selber machen lassen. Er war erstaunt, dass man kaum was falsch machen kann, weil man nahezu alles wieder ausgleichen bzw. kaschieren kann. Lediglich das Bohren von Löchern und Ablängen der Gleise mit dem Dremel habe ich gemacht.

Ich zeigte ihm dann, wie man mit Stellproben ausprobieren kann, wie man das Diorama gestalten kann. Da alles geschlossen war, musste ich die Grundplatte in 3D drucken, auf der wir dann eine Stellprobe gemacht haben.

Aus Trittschallplatten entstand der Bahndamm, der natürlich verspachtelt werden musste.

Damit der Untergrund nicht durchscheint, hat Manuel dann mit dem Airbrush alles erdfarbig gemacht.

Manuel hat natürlich das Glück, dass er sich in meinem Fundus bedienen kann und so wurde direkt eine Pflasterstraße von CH Kreativ verlegt.

Mittels meinem selbstgebauten Elektrostaten wurde dann begrast:

Um das Haus wurde dann echter Ostsee-Sand verteilt und verklebt:

Nach dem Trocknen sah die Szene schon ganz ansprechend aus, jetzt fehlt das Schotterbett:

Während das Schotterbett dann trocknet, hat Manuel etwas weiteres Grünzeug und Blumen verteilt. In meinem Fundus waren Grasbüschel von MiniNature und Noch:

Der Baum ist von MBR Model, sehr zu empfehlen übrigens.

Das Haus sah natürlich noch viel zu plastikmäßig aus. Wir schauten uns Fotos von Häusern aus Norddeutschland an und Manuel hatte schon Angst, dass er die Fugen mit einem kleinen Pinsel alle weiß ausmalen muss :mrgreen: Ich zeigte ihm dann, wie man es mit verdünnter Farbe macht und er durfte das Haus „einsauen“. Um den Weißschleier etwas abzumildern, erklärte ich ihm, wie man mittels „Dry brush“ wieder Farbe ins Spiel bekommt:

Für seinen ersten Versuch finde ich es sehr gelungen. Das Dach hat dabei auch den passenden Farbanstrich bekommen. Die Farbe von Reetdächern variiert zwischen Beige bis Dunkelbraun/Dunkelgrau, fast Schwarz. Je älter das Dach ist, umso dunkler wird es. Hier haben wir ein eher jüngeres / mittelaltes Dach.

Neben dem Haus sollte ein kleiner Bauerngarten entstehen, den er auf meiner Anlage gesehen hat. Dass man die ganzen Blumen aber erst zusammenbauen muss, hat ihn schon entsetzt, aber dann doch tapfer gemeistert, denn vor dem Haus sollte auch ein Blumenkübel hin:

Damit Opa auch vor dem Haus sein Flens trinken kann, bemalte er eine der historischen Bänke von Busch:

Ihr werdet genauso neidisch sein wie ich, wie er problemlos auf derart geringer Entfernung scharf sehen kann, ich kann das nur mit Brille.

Vor dem Haus steht ein Renault 4CV von Busch, der natürlich ein Autokennzeichen des Kreises Eckernförde hat. Hier habe ich Manuel gezeigt, wie man sowas in Corel Draw selber machen kann:

Natürlich wurden während des Baus auch immer mal Fahrzeug auf das Diorama gestellt:

Der kleine B-Kuppler ist von Tillig. Solche Maschinen aus der ehemaligen Maschinenfabrik Hohenzollern in Düsseldorf-Grafenberg fuhren auch bei der Eckernförder Kreisbahn. Der Weyer-Wagen ist eine 3D-Konstruktion von mir.

Zum Schluss hat Manuel noch Grünzeug von Martin Wellberg verarbeitet, sowie Signal-Tafeln von Weinert und die Andreas-Kreuze von Faller.

Der Bahnübergang dient auch gleichzeitig als Haltepunkt, daher die H-Tafeln.

Vor dem Bahnübergang steht natürlich das LP-Signal:

Im Vorfeld hatte Manuel schon die Idee, auf dieser Größe auch noch andere Dioramen zu bauen, z.B. Straßenbahn im Ruhrgebiet oder im Bergischen Land. Als ich ihm dann sagte, dass er doch noch ein paar Module für die Kleinbahn bauen kann, die man dann aneinander reihen kann, war er natürlich sofort begeistert. Der Tw fährt mit Akku und Funkfernsteuerung, daher ist dann sogar ein kleiner Betrieb möglich.

Dass hier noch nicht die Perfektion eines „alten Meisters“ erreicht wird, ist denke ich klar.

Ich hoffe, mein kleiner Abriss des Baus dieses Mini-Dioramas hat euch gefallen.

70 Jahre Technisches Hilfswerk

Anlässlich des Jubiläums 70 Jahre Technisches Hilfswerk fährt der kleine Modell-OV die Fahrzeuge des ehemaligen Bergungszugs aus. Da ich selber über 20 Jahre als freiwilliger Helfer beim THW war, dürfen die blauen Fahrzeuge natürlich im Modell auch nicht fehlen.

Herzlichen Glückwunsch. 👍🏼

https://www.thw.de/DE/THW/Geschichte/70-Jahre-THW-im-Video/70_jahre_thw_node.html

Hier einige THW-Fahrzeuge aus meiner Sammlung. Zum Teil sind diese auch selbstgebaut.

Feuer frei für den Laser

Hallo zusammen,

ich bin nun auch stolzer Besitzer eines 40W CO2-Lasers. Für mich war der Kauf darin motiviert, für meine Straßenbahn-Modelle Fenster schneiden zu können. Diese in 3D zu drucken ist leider nur suboptimal und bei einem Einstiegspreis von 300€ für den Laser habe ich dann zugeschlagen. Ich habe zuvor schon mal Fenster gefräst, aber die Lärm- und Dreckbelästigung war mir einfach zu hoch.

Der Laser:

Mit einem CO2-Laser ist es möglich, Plexiglas zu schneiden, da dies für die Wellenlänge von 10.600nm undurchlässig ist:

Der Laser-Strahl ist daher auch nicht sichtbar für das menschliche Auge, daher darf unter keinen Umständen der Laser ohne Schutzabdeckung betrieben werden:

Da der Hamburger V7 exakt rechteckige Fenster hat, diente er als Vorlage für die ersten Versuche:

Man sieht nichts, aber die 4 großen Fenster haben Scheiben drin. Das Material ist Plexiglas von 1,5mm Stärke, in die ich eine Nut gelasert habe, damit Platz für die Fensterstrebe ist:

Dass man damit natürlich auch Häuser bauen kann, eröffnet neben dem 3D-Druck völlig neue Dimensionen ;-)

Damit auch andere von meinen Ergebnisse profitieren können, hier die Parameter:

Material: Plexiglas 1,5mm

Gravieren: 100mm/s Vorschub bei 20% Leistung

Schneiden: 20mm/s Vorschub bei 30% Leistung

Update Januar 2020:

Gravieren: 80mm/s bei 23% Leistung

Schneiden: 10mm/s bei 23% Leistung

Viel Verkehr in Hamburg-Kofferdorf

Viel Verkehr in Hamburg-Kofferdorf

mehr dazu demnächst ;-)

Gepostet von Tramspotters am Samstag, 19. Oktober 2019

Das Fortuna Büdchen

Hallo zusammen,

dieses Wochenende entstand die Düsseldorfer Kultbude, das Fortuna-Büdchen vom Rhein, im Modell.

Das Gebäude ist ein 3D Druck. Gebaut nicht nach Maßen, sondern an Hand von Fotos nach Gefühl ;-) Die Beschriftungen entstanden ebenfalls an Hand von Fotos auf 1:87 runterskaliert.

Im Modell steht es nicht am Rhein, sondern an einer Haltestelle. Ob da auch Fortuna-Fans vorbeikommen werden? Mal gucken wo ich sowas finde.

Das Original steht am Rhein in der Nähe der Tonhalle: https://www.google.com/maps/@51.2333687,6.7715992,3a,60y,333.26h,90.14t/data=!3m6!1e1!3m4!1s5fiaqsxSRKGSZdyGPHgkDw!2e0!7i13312!8i6656

Stellprobe auf der Anlage

Wer sich das Fortuna Büdchen selber bauen möchte, der findet es bei Shapeways zum bestellen: https://www.shapeways.com/marketplace?type=product&q=fortunabude

Die Beschriftungen können hier als PDF runtergeladen werden.