70 Jahre Technisches Hilfswerk

Anlässlich des Jubiläums 70 Jahre Technisches Hilfswerk fährt der kleine Modell-OV die Fahrzeuge des ehemaligen Bergungszugs aus. Da ich selber über 20 Jahre als freiwilliger Helfer beim THW war, dürfen die blauen Fahrzeuge natürlich im Modell auch nicht fehlen.

Herzlichen Glückwunsch. 👍🏼

https://www.thw.de/DE/THW/Geschichte/70-Jahre-THW-im-Video/70_jahre_thw_node.html

Hier einige THW-Fahrzeuge aus meiner Sammlung. Zum Teil sind diese auch selbstgebaut.

Feuer frei für den Laser

Hallo zusammen,

ich bin nun auch stolzer Besitzer eines 40W CO2-Lasers. Für mich war der Kauf darin motiviert, für meine Straßenbahn-Modelle Fenster schneiden zu können. Diese in 3D zu drucken ist leider nur suboptimal und bei einem Einstiegspreis von 300€ für den Laser habe ich dann zugeschlagen. Ich habe zuvor schon mal Fenster gefräst, aber die Lärm- und Dreckbelästigung war mir einfach zu hoch.

Der Laser:

Mit einem CO2-Laser ist es möglich, Plexiglas zu schneiden, da dies für die Wellenlänge von 10.600nm undurchlässig ist:

Der Laser-Strahl ist daher auch nicht sichtbar für das menschliche Auge, daher darf unter keinen Umständen der Laser ohne Schutzabdeckung betrieben werden:

Da der Hamburger V7 exakt rechteckige Fenster hat, diente er als Vorlage für die ersten Versuche:

Man sieht nichts, aber die 4 großen Fenster haben Scheiben drin. Das Material ist Plexiglas von 1,5mm Stärke, in die ich eine Nut gelasert habe, damit Platz für die Fensterstrebe ist:

Dass man damit natürlich auch Häuser bauen kann, eröffnet neben dem 3D-Druck völlig neue Dimensionen ;-)

Damit auch andere von meinen Ergebnisse profitieren können, hier die Parameter:

Material: Plexiglas 1,5mm

Gravieren: 100mm/s Vorschub bei 20% Leistung

Schneiden: 20mm/s Vorschub bei 30% Leistung

Update Januar 2020:

Gravieren: 80mm/s bei 23% Leistung

Schneiden: 10mm/s bei 23% Leistung

Viel Verkehr in Hamburg-Kofferdorf

Viel Verkehr in Hamburg-Kofferdorf

mehr dazu demnächst ;-)

Gepostet von Tramspotters am Samstag, 19. Oktober 2019

Das Fortuna Büdchen

Hallo zusammen,

dieses Wochenende entstand die Düsseldorfer Kultbude, das Fortuna-Büdchen vom Rhein, im Modell.

Das Gebäude ist ein 3D Druck. Gebaut nicht nach Maßen, sondern an Hand von Fotos nach Gefühl ;-) Die Beschriftungen entstanden ebenfalls an Hand von Fotos auf 1:87 runterskaliert.

Im Modell steht es nicht am Rhein, sondern an einer Haltestelle. Ob da auch Fortuna-Fans vorbeikommen werden? Mal gucken wo ich sowas finde.

Das Original steht am Rhein in der Nähe der Tonhalle: https://www.google.com/maps/@51.2333687,6.7715992,3a,60y,333.26h,90.14t/data=!3m6!1e1!3m4!1s5fiaqsxSRKGSZdyGPHgkDw!2e0!7i13312!8i6656

Stellprobe auf der Anlage

Wer sich das Fortuna Büdchen selber bauen möchte, der findet es bei Shapeways zum bestellen: https://www.shapeways.com/marketplace?type=product&q=fortunabude

Die Beschriftungen können hier als PDF runtergeladen werden.


Gleisbau in Koffertown

Wenn Platz zum Spielen ist, dann möchte man auch mehr Gleise zum Fahren haben. So hatte ich vor einiger Zeit schon mal die Überlegung gehabt, die Gleise von Koffertown etwas zu erweitern.

Aufgrund der Ausmaße kann natürlich nicht erweitert werden, aber man kann zwischen den beiden Teilen (siehe https://www.tramspotters.de/?p=861) neue Teile hinzufügen.

Mögliche Erweiterung von Koffertown

So ergeben sich neue spannende Fahrmöglichkeiten, die aufgrund der Gleiskreuzungen natürlich auch an das Fahrpersonal besondere Herausforderungen stellen.

Die T-Kreuzung im Vordergrund ist schon aufgrund der verwendete Radien von 16cm nicht käuflich zu erwerben, sondern verlangt den vollständigen Selbstbau.

Aus Zeitgründen baue ich diese Gleiskonstruktion auf normalen Vignolschienen und nicht aus Rillenschienen. Die Grundlage ist der Plan in 1:1 ausgedruckt und ich begann mit dem Schienenbiegen und Löten.

Nach etwa 5 Stunden war ich fertig.

Der mechanische Test mit einem akkubetriebenen Fahrzeug zeigte keine Auffälligkeiten.

Da in Koffertown auch Fahrzeug im Unterleitungsbetrieb verkehren sollen, mussten die Gleise entsprechend nachbearbeitet werden. Hier zeigt sich der unschlagbare Vorteile des Oberleitungsbetriebes, dass man sich keine Gedanken machen muss, welches Gleis welche Polarität hat (sofern man im DCC-Betrieb überhaupt von Polarität sprechen kann). Es ist hilfreich, wenn man die Gleise entsprechend farbig markiert, um zu sehen, wo Trennungen gemacht werden müssen.

Da die Gleise in der Straße liegen, müssen die Gleise entsprechend verkleidet werden. Hier möchte ich die entsprechenden Teile in 3D drucken. Zuvor habe ich die Gleiskonstruktion eingescannt, um am Computer die entsprechenden Füllstücke zu konstruieren.

Der erste Probedruck ist vielversprechend.

Wird fortgesetzt.

Bergbau und Straßenbahn

Anlässlich des heutigen Tages, an dem der deutsche Steinkohle-Bergbau zu Grabe getragen wurde, möchte ich in einem Beitrag dazu zeigen, dass dieses Thema auch mit dem der Straßenbahn eng verbunden war.

Möge man zuerst an den Transport der Bergarbeiter zu ihrer Arbeitsstätte denken, so wissen viele nicht, dass die Straßenbahn auch zum Kohletransport benutzt wurde.

Werbeanzeige aus den 1920er Jahren.

Aufgrund der Seeblockade der Allierten im 1. Weltkrieg ergab sich ab 1916 ein großer Engpass u.a. in der Brennstoffversorgung im Bergischen Land. Im nahegelegenen Ruhrgebiet gab es genug Kohle, aber keine ausreichenden Transportmöglichkeiten.

1917 wurden daher die Zechen Viktoria (Stillgelegt 1925) in Essen-Kupferdreh und Heinrich in Essen-Überruhr (Stillgelegt 1968) an das Netz der Bergischen Kleinbahn angeschlossen.

Links erkennt man das Anschlussgleis der Zeche Heinrich

Ein Jahr später wurde auch die Zeche Bonifacius (Stillgelegt Anfang der 1980er Jahre) in Essen-Kray an das Straßenbahnnetz angeschlossen.

Die Fahrstrecke zwischen der Zeche Bonifacius und dem Bauhof Briller Straße in Elberfeld beträgt ca. 40km, dafür müssen etwa 150 Höhenmeter überwunden werden.

Von 1917 bis 1919 wurden ca. 12.500t, ca. 28.700t und zuletzt ca. 60.000t Kohle transportiert. Als Transportmittel dienten umgebaute Triebwagen der ersten Generation von 1897-1906, die mit einer Leistung von 36kW lediglich 5-8t Zuladung transportieren konnten. Aus heutiger Sicht ist es kaum vorstellbar, welche Anstrengungen für Mensch und Maschine erforderlich waren, diese Leistungen zu erbringen. Fahrten bei Wind und Wetter, rund um die Uhr, waren für die Beförderungsleistungen erforderlich.

Die französische Ruhrbesetzung beendet dann diesen Güterverkehr.

Einer der wenigen Kohletriebwagen, die nach 1945 noch zur Verfügung standen.
H0 Modell des Kohlenwagen

Die Fahrzeuge waren aber so robust, dass einige diese materialzerfressenden Fahrten überlebten und so auch noch ab 1944 für erneute Kohlenfahrten genutzt werden konnten . Allerdings reichten die Transportkapazitäten nicht aus, so dass auch normale Straßenbahntriebwgaen herangezogen werden mussten.

Eine Straßenbahn als Zugmaschine für einen Kohlewagen.

Jetzt wurden auch die Ronsdorfer Lokomotiven als Zugmaschinen eingesetzt, die die Kohlezüge durch Essener Stadtgebiet zogen.

Kohlezug in Essen-Steele

Im Modell befährt ein Kohle-Triebwagen mit angehängtem Güterwagen die Überlandstrecke nach Oberrath. Im Hintergrund ist der Förderturm einer naheliegenden Zeche zu erkennen.

Auch bei den Straßenfahrzeugen gibt es auf meiner Anlage Kohlentransporte. Auf der Steigung quält sich ein alter Opel Blitz mit einer Ladung Kohlesäcke der Ruhrkohle herauf.

Brennstoff in loser Form transportiert dieser Magirus 125 Eckhauber der Klöckner Brennstoffe.

Möge in der realen Welt der Bergbau in Deutschland enden, in meiner Modellbahnwelt wird er weiter bestehen bleiben, da er für mich einfach dazu gehört.

Glückauf!


Meine Beziehung zum Bergbau

Gebürtig aus Essen habe ich als kleines Kind noch die Zeche Carl Funke am Baldeneysee in ihren letzten Zügen erlebt. Als 16jähriger absolvierte ich 1986 ein Schülerpraktikum in der Elektrowerkstatt einer Zeche, um daraus den Schluss zu ziehen, dass das nichts für mich sei. Ende der 1990er Jahr war ich als Dozent für die Umschulung von Bergleuten bei der RAG Bildung in Bottrop tätig.