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Mein TIE-Pilot-Cosplay

Baubericht mit dem Kit von HerotecX

Vom Bausatz zum einsatzbereiten TIE-Piloten der 501st Legion

Neben meinem imperialen Offizier wollte ich gerne ein weiteres Kostüm für die 501st Legion haben. Diesmal sollte es allerdings eines mit Helm sein. Ein Stormtrooper kam für mich nicht infrage, da mir dessen Rüstung zu aufwendig und beim Tragen zu unbequem erschien.

Der TIE-Pilot war dagegen eine interessante Alternative. Er trägt vergleichsweise wenige Rüstungsteile und bietet dadurch mehr Bewegungsfreiheit. Außerdem gefällt mir die komplett schwarze Erscheinung ausgesprochen gut.

Ein weiterer Vorteil: Bei manchen Veranstaltungen sind Kostüme gefragt, bei denen das Gesicht nicht zu sehen ist. Mit dem TIE-Piloten habe ich nun eine passende Ergänzung zu meinem imperialen Offizier.

In diesem Bericht möchte ich zeigen, wie ich meinen TIE-Piloten aufgebaut habe, welche Erfahrungen ich dabei gemacht habe und worauf man beim Zusammenbau achten sollte. Vielleicht hilft das dem einen oder anderen, der ebenfalls mit dem Gedanken spielt, sich dieses Kostüm zuzulegen.

Warum ein Kit von HerotecX?

Auf HerotecX wurde ich ursprünglich durch eine imperiale Offiziersmütze aufmerksam, die ich von einem anderen Mitglied der 501st Legion gekauft hatte.

Da ich zunächst unsicher war, ob diese Mütze den Anforderungen der 501st entspricht, nahm ich Kontakt zu Dominik Cremer von HerotecX auf. Dabei stellte sich heraus, dass in den Star-Wars-Produktionen unterschiedliche Varianten der imperialen Mütze verwendet wurden und die von HerotecX gefertigte Ausführung ebenfalls für ein Approval geeignet ist.

So entstand der Kontakt zu Dominik, der selbst Mitglied der 501st Legion ist (Nr. 24495).

Als ich mich später für den Bau eines TIE-Piloten entschied, war HerotecX deshalb meine erste Anlaufstelle.

Die Preise der verschiedenen Anbieter liegen nach meiner Einschätzung in einer ähnlichen Größenordnung. Deshalb habe ich mich gar nicht erst intensiv mit anderen Kits beschäftigt.

Für mich waren andere Dinge entscheidend: HerotecX ist ein kleiner deutscher Hersteller aus der Nähe von Düsseldorf. Ich konnte die Teile persönlich abholen und hatte mit Dominik einen Ansprechpartner, der sich mit den Anforderungen der 501st auskennt.

Außerdem unterstütze ich lieber einen kleinen Hersteller aus Deutschland, statt ein vergleichbares Produkt aus dem Ausland zu bestellen.

Bereits vor dem Kauf erklärte mir Dominik einiges über die Herstellung der Teile und den Aufbau des Kostüms.

Bei der persönlichen Abholung zeigte er mir anhand seiner eigenen Helme und Rüstungsteile, worauf ich beim Zusammenbau achten sollte. Diese Hinweise waren später sehr hilfreich.

Mein Kit entspricht bereits der überarbeiteten zweiten Version (V2). Gegenüber der ersten Ausführung wurden unter anderem einige Details an der Chestbox ergänzt. Für das Approval sind diese zusätzlichen Details nicht zwingend erforderlich, sie verbessern aber die Übereinstimmung mit der Filmvorlage.

Das Kit und seine Materialien

Helm und Rüstung bestehen überwiegend aus tiefgezogenem, hochglänzend schwarzem ABS-Kunststoff.

Das ist ein wesentlicher Unterschied zu vielen 3D-gedruckten Bausätzen: Die Oberflächen sind bereits glatt und glänzend. Das aufwendige Schleifen von Druckschichten und eine vollständige Lackierung entfallen.

Allerdings hat das auch einen Nachteil, wie ich später feststellen musste: Die fertigen Hochglanzoberflächen sind beim Verkleben empfindlich. Klebstoffreste können sichtbare Spuren hinterlassen.

Die großen ABS-Teile waren bereits ausgeschnitten. Die Kanten mussten allerdings noch nachgearbeitet werden, damit die einzelnen Bauteile richtig zusammenpassen.

Zum Kit gehören außerdem verschiedene Polystyrolplatten, Resingussteile und kleinere Anbauteile.

Einige Details habe ich im Laufe des Baus durch selbst gedruckte Teile ersetzt. Das war allerdings meine persönliche Entscheidung und für das Approval nicht erforderlich.

Der Zusammenbau des Helms

Die beiden Helmhälften

Der Helm besteht aus einer Gesichtsmaske, zwei Helmschalen und verschiedenen kleineren Anbauteilen.

Die beiden Helmhälften werden mit einem breiten Kunststoffstreifen verbunden, der von außen über die mittlere Naht geklebt wird.

Dieser Streifen dient gleichzeitig als Orientierung beim Zusammenbau. Er muss bündig an beiden Helmhälften anliegen.

Eine Besonderheit des TIE-Pilotenhelms ist seine asymmetrische Form.

Schon die ursprünglichen Filmrequisiten waren keineswegs perfekt symmetrisch. Deshalb sollte man beim Zusammenbau nicht versuchen, die linke und rechte Seite zwanghaft aneinander anzugleichen.

Mein Tipp: Beim Ausrichten des Helms unbedingt Fotos der Originalhelme verwenden. Die linke Seite sollte nicht als Maßstab für die rechte Seite dienen.

Die Wahl des richtigen Klebstoffs

Dominik hatte mir für den Zusammenbau den Klebstoff E6000 empfohlen.

Leider habe ich damit keine guten Erfahrungen gemacht. Die Verbindungen hielten bei mir nicht zuverlässig, sodass sich bereits verklebte Teile wieder lösten. Bei einer dieser Aktionen wurde sogar eine Hose durch den Klebstoff beschädigt.

Glücklicherweise hatte ich noch einen anderen Klebstoff zur Verfügung: den Studio Range Contact Adhesive von Poly-Props.

Mit diesem Kontaktkleber funktionierten die Verbindungen bei mir einwandfrei.

Ich habe jeweils beide Klebeflächen dünn eingestrichen, den Kleber etwas antrocknen lassen und die Teile anschließend fest zusammengedrückt.

Während des Verklebens habe ich die Bauteile mit Schraubzwingen fixiert.

Nach diesen Erfahrungen habe ich für den weiteren Zusammenbau ausschließlich den Poly-Props-Kleber verwendet.

Das bedeutet natürlich nicht, dass E6000 grundsätzlich ungeeignet ist. Für meine Arbeitsweise hat sich der Kontaktkleber jedoch deutlich besser bewährt.

Vorsicht bei den Hochglanzoberflächen!

Beim Verkleben trat an einigen Stellen Klebstoff seitlich aus.

Beim Versuch, diesen zu entfernen, wurde leider die glänzende ABS-Oberfläche beschädigt.

Solche Stellen lassen sich teilweise wieder aufpolieren. An anderen Stellen kann es notwendig sein, mit glänzend schwarzer Farbe nachzuarbeiten.

Mein Tipp: Beim Auftragen des Klebstoffs besonders sorgfältig arbeiten. Da die Teile bereits hochglänzend geliefert werden, sollte man unbedingt vermeiden, dass Kleber auf sichtbare Oberflächen gelangt.

Die Gesichtsmaske

Die Gesichtsmaske wird mit mehreren Schrauben an der Helmschale befestigt.

Seitlich befinden sich die Verschraubungen im Bereich der Ohren. Diese werden später durch zusätzliche Bauteile verdeckt, die ihrerseits über die silbernen Code-Disks befestigt werden.

Zwei weitere Schrauben befinden sich oberhalb der Gesichtsmaske, links und rechts des sogenannten Mohawk.

Die Bohrungen waren im Kit noch nicht vorhanden und mussten selbst gesetzt werden.

Hier ist es besonders wichtig, sich an geeigneten Referenzfotos zu orientieren.

Bei meinem Helm hätten die beiden oberen Schrauben etwas näher zur Mitte sitzen können. Beim Approval wurde ihre Position allerdings nicht beanstandet.

Auch hier gilt: Aufgrund der asymmetrischen Form sollte man nicht versuchen, beide Seiten exakt spiegelbildlich aufzubauen.

Der Mohawk

Der sogenannte Mohawk ist der markante Aufsatz im vorderen Bereich des Helms.

Er wird auf den mittleren Verbindungsstreifen geklebt und verdeckt diesen im vorderen Bereich. Weiter hinten bleibt der Streifen sichtbar.

Vor der Montage musste ich den Mohawk etwas dünner schleifen, damit er sauber auf der Helmoberfläche aufliegt.

Anschließend habe ich ihn mit dem Poly-Props-Kontaktkleber flächig verklebt und während des Aushärtens mit einer Schraubzwinge fixiert.

Da das Bauteil bereits aus schwarzem ABS besteht, war keine Lackierung erforderlich.

Seitliche Anbauteile und Augenblende

Nach der Montage der Gesichtsmaske und des Mohawk folgten die seitlichen Abdeckungen mit den Code-Disks.

Anschließend habe ich die getönte Augenblende eingebaut.

Meine Blende ist grün getönt und war von der Länge her bereits ungefähr passend.

Ich habe sie seitlich mit zwei Schrauben befestigt, die von außen nicht sichtbar sind. Zusätzlich habe ich die Blende in der Mitte mit etwas Panzertape gesichert.

Das wäre vermutlich nicht unbedingt notwendig gewesen, gibt mir aber zusätzliche Sicherheit.

Ein Vorteil dieser Konstruktion ist, dass sich die Augenblende bei Bedarf wieder ausbauen und austauschen lässt.

Die Pillenbox am Hinterkopf

Am Hinterkopf befindet sich ein kleines Bauteil, das häufig als „Pillenbox“ bezeichnet wird.

Dieses Teil besteht aus Resinguss.

Der Deckel muss weiß lackiert werden. Anschließend wird das Bauteil am Helm aufgeklebt.

Die Innenausstattung

Eine Innenpolsterung gehört nicht zum HerotecX-Kit.

Ich habe mir deshalb im Baumarkt Schaumstoff besorgt, diesen passend zugeschnitten und an verschiedenen Stellen im Helm eingeklebt.

Damit lässt sich der Sitz des Helms recht einfach an den eigenen Kopf anpassen.

Zusätzlich liegt dem Kit ein schwarzer Keder bei, mit dem die unteren Helmkanten eingefasst werden.

Mit dem Tragekomfort bin ich grundsätzlich zufrieden.

Der TIE-Pilotenhelm ist größer als mein Mandalorianer-Helm und bietet entsprechend viel Platz.

Allerdings muss ich bei meiner Polsterung noch etwas nacharbeiten, da der Helm momentan noch ein wenig auf meinem Kopf wackelt.

Eine zusätzliche Belüftung habe ich nicht eingebaut. Manche TIE-Piloten verwenden kleine Lüfter, um die Luft im Helm umzuwälzen.

Ich persönlich komme auch ohne aktive Belüftung gut zurecht.

Die Atemschläuche

Die beiden Atemschläuche gehören zu den charakteristischen Details des TIE-Piloten.

Ich habe dafür Verbindungsschläuche für Gasmasken und Filter verwendet, die ich über Amazon gekauft habe.

Die Schläuche habe ich auf die benötigte Länge gekürzt.

Für die Befestigung habe ich mir eine magnetische Lösung überlegt.

In die Enden der Schläuche habe ich jeweils Rundmagnete eingeklebt. Am Helm befinden sich angeschraubte Ringmagnete, während die Gegenstücke an der Chestbox aufgeklebt sind.

Damit lassen sich die Schläuche jederzeit abnehmen.

Das erleichtert den Transport und das An- und Ablegen des Helms erheblich.

Die Magnetverbindungen halten beim Tragen einwandfrei.

Mein Tipp: Eine abnehmbare Verbindung der Atemschläuche ist ausgesprochen praktisch. Gerade beim Transport des Kostüms ist es angenehm, wenn die Schläuche nicht dauerhaft mit Helm und Chestbox verbunden sind.

Beschriftungen

HerotecX liefert zwei imperiale Signets als Aufkleber mit. Ich habe diese durch Vinyl-Aufkleber ersetzt, die ich mit meinem Schneidplotter erstellt habe. Diese müssen auf jeden Fall etwas eingeschnitten werden, da man sie sonst nicht auf die kugelförmige Fläche des Helms vernünftig aufkleben kann.

Weiterhin trägt mein Helm auf dem Mohawk meine 501st Kennung 40472.

Der Zusammenbau der Rüstung

Brust- und Rückenpanzer

Auch die Rüstung wird als Bausatz geliefert.

Brust- und Rückenteil bestehen aus tiefgezogenem, hochglänzend schwarzem ABS.

Die Teile waren bereits ausgeschnitten, allerdings mussten die Kanten noch nachgearbeitet werden.

Dabei ging es vor allem darum, dass die Rüstung möglichst eng am Körper anliegt und nicht unnötig weit absteht.

Das ist auch für das Approval wichtig.

Verbindung der Rüstungsteile

Für die Verbindung von Brust- und Rückenpanzer liegen dem Kit spezielle tiefgezogene Kunststoffbügel bei.

Diese werden durch eingeklebte Kunststoffplatten verstärkt und anschließend mit den beiden Rüstungsteilen verschraubt.

Die benötigten Schrauben und Muttern gehören zum Lieferumfang.

Die Bügel musste ich nicht weiter bearbeiten.

Ich habe zunächst eine Seite verschraubt, die Rüstung anschließend angelegt und dann die Befestigung auf der anderen Seite vorgenommen.

Bei meiner Körpergröße von 1,89 m und meiner kräftigen Statur war schnell klar, dass ich die Verschraubungen möglichst weit an den Enden der Bügel anbringen musste.

Dadurch lässt sich die Rüstung gut an unterschiedliche Körpermaße anpassen.

Die Chestbox

Die Chestbox ist eines der aufwendigeren Bauteile der Rüstung.

Sie besteht aus zwei großen Kunststoffteilen, die ineinandergeschoben und miteinander verklebt werden.

Dadurch entsteht ein hohler Kasten.

Die verschiedenen Schalter, Taster und Anbauteile müssen anschließend einzeln montiert werden.

Ich habe die fertige Chestbox mit fünf Schrauben direkt an der Brustrüstung befestigt.

Alternativ kann man sie auch mit Klettband befestigen. Ich bevorzuge allerdings die feste Verschraubung.

Die seitlichen Anbauteile

Die beiden seitlichen Gehäuse der Chestbox bestehen jeweils aus zwei ABS-Teilen.

Diese werden ineinandergesteckt, verklebt und anschließend an der Chestbox befestigt.

Hier würde ich heute einiges anders machen.

Die Klebeflächen sind relativ klein, und bei mir haben sich die seitlichen Teile im späteren Einsatz mehrfach gelöst.

Einmal passierte das während der DoKomi. Glücklicherweise konnte der dortige Cosplay-Repair-Service das Teil wieder ankleben.

Später löste sich eines der Bauteile erneut. Mit Sekundenkleber konnte ich es zu Hause fixieren, aber leider hat der Kleber ein paar Spuren auf der Chestbox und Rüstung hinterlassen. Man muss also aufpassen, dass man bei einer Reparatur keine neue Baustelle aufreißt.

Was ich heute anders machen würde

Ich würde für die seitlichen Gehäuse einen passenden Innenkörper am Computer konstruieren und mit dem 3D-Drucker herstellen.

Dieser könnte großflächig mit der Chestbox verklebt werden. Anschließend würde ich die ursprüngliche ABS-Hülle darüber befestigen.

Damit ließe sich vermutlich eine stabilere Verbindung herstellen.

Wer einen 3D-Drucker besitzt, kann hier also über eine entsprechende Verbesserung nachdenken.

Eigene 3D-gedruckte Details

Einige Details der Chestbox habe ich durch selbst hergestellte Teile ersetzt.

Die beiliegenden quadratischen Taster waren für meinen Geschmack nicht vollständig rechtwinklig. Deshalb habe ich sie neu konstruiert und mit dem 3D-Drucker hergestellt.

Auch die weiße Umrandung der Bedienelemente ist ein eigenes 3D-Druckteil.

Die drei Wippschalter bestehen dagegen noch aus den mitgelieferten Resingussteilen.

Diese sind nicht alle vollkommen identisch. Beim Approval wurde das nicht beanstandet, aber bei einem erneuten Bau würde ich vermutlich auch diese Teile selbst konstruieren und drucken.

Das sind allerdings persönliche Verbesserungen. Die mitgelieferten Teile erfüllen grundsätzlich ihren Zweck.

Die seitlichen Zahnräder

Links und rechts an der Chestbox befinden sich zwei große, geriffelte Zahnräder.

Diese bestehen aus Resinguss.

Bei meinen Teilen musste ich lediglich etwas überschüssige Gusshaut mit einer Feile entfernen und die Unterseite etwas glätten.

Anschließend konnten sie direkt an die seitlichen Gehäuse geklebt werden.

Flightsuit und weitere Kostümteile

Der Flightsuit

Den schwarzen Flightsuit habe ich ebenfalls bei HerotecX gekauft.

Ein großer Vorteil war, dass ich ihn bei Dominik persönlich anprobieren konnte.

Bei einer Bestellung über das Internet wäre das natürlich nicht möglich gewesen.

Ich trage Größe 54. Bei meiner Körpergröße von 1,89 m und einem Gewicht von ungefähr 103 kg sitzt der Anzug sehr gut.

Lediglich beim An- und Ausziehen ist er im Schulterbereich etwas eng. Manchmal benötige ich deshalb eine helfende Hand.

Eine Nummer größer wäre möglicherweise leichter anzuziehen, könnte dann aber insgesamt zu weit ausfallen.

Der Flightsuit wurde weitgehend vollständig geliefert.

Lediglich die imperialen Signets musste ich noch auf die Ärmel aufbügeln.

Das Compad für die Ärmeltasche habe ich selbst mit dem 3D-Drucker hergestellt. Die entsprechende Vorlage stammt von Cults3D.

Gürtel, Handschuhe und Stiefel

Den Gürtel habe ich bei Klaus’ Frässtüberl gekauft.

Die schwarzen Handschuhe stammen von einem Händler für Mittelalterbedarf, bei dem ich sie 2025 auf der RPV in Oberhausen gekauft habe.

Als Stiefel verwende ich originale Knobelbecher mit einer Schnalle am oberen Schaft und Eisenbeschlägen an den Spitzen (Warum ein Pilot diese Stiefel trägt, die ich übrigens noch aus meiner Zeit beim THW kenne, weiß ich nicht. Vermutlich wollte man ihm die Möglichkeit geben, bei einer Notlandung die Frontscheibe damit heraustreten zu können 😎).

Die Schnalle ist für das Approval nicht zwingend erforderlich, entspricht aber der von mir gewünschten Ausführung.

Vom Reservepiloten zum vollständigen TIE-Piloten

Mit dem Aufbau meines TIE-Piloten habe ich Anfang 2026 begonnen.

Ende Februar kaufte ich zunächst den Flightsuit.

Da ich die übrigen benötigten Kleidungsstücke bereits besaß, konnte ich zunächst ein Approval als TIE Pilot Reserve beantragen.

Erst danach folgte der Aufbau des vollständigen Kostüms mit Helm und Rüstung.

Anfang Mai hatte ich die Rüstung als Bausatz vorliegen. Ende Mai entstanden bereits die Fotos für das Approval des vollständigen TIE-Piloten.

Natürlich gab es beim Zusammenbau immer wieder Pausen, schließlich habe ich neben dem Cosplay noch andere Hobbys und Verpflichtungen.

Insgesamt ließ sich der Bausatz aber innerhalb eines überschaubaren Zeitraums fertigstellen.

Beim Approval gab es noch kleinere Hinweise zur Passform der Rüstung und zum weißen Deckel der Pillenbox.

Diese Änderungen ließen sich schnell umsetzen.

Der erste Einsatz

Am 13. Juni 2026 war es schließlich so weit.

Mein erster Troop als vollständiger TIE-Pilot fand beim „Sommerfest der 1000 Möglichkeiten“ auf der Neuen Zeche Westerholt in Gelsenkirchen statt.

Jannik war als Jawa dabei, außerdem hatten wir unseren ferngesteuerten Mausdroiden mitgebracht.

Der erste Einsatz verlief erfreulich problemlos.

Alle Bauteile hielten, und es ging nichts kaputt.

Allerdings musste ich mich erst an die eingeschränkte Sicht durch den Helm gewöhnen.

Das Sichtfeld ist deutlich kleiner als ohne Helm. Besonders kleine Kinder, die unmittelbar vor einem stehen, kann man leicht übersehen. Durch mein Mando-Cosplay war ich ein eingeschränktes Sichtfeld bereits gewöhnt, aber der Tie-Pilot hat ein deutlich eingeschränkteres, da es nur zwei „Augen“ gibt und nicht das T-förmiges Visier des Mando-Helms, der es ermöglicht, auch nach unten zu gucken. Durch die Chestbox ist es auch nicht möglich, den Kopf nach unten zu neigen, da man mit dem Helm dort anstößt.

Hinzu kommt die grün getönte Augenblende, durch die die gesamte Umgebung einen deutlichen Grünstich erhält.

Daran muss man sich erst einmal gewöhnen.

Gerade auf Veranstaltungen mit vielen Besuchern ist deshalb besondere Vorsicht notwendig.

Sowohl der Shore Trooper als auch die Second Sister haben das gleiche Problem mit dem eingeschränkten Sichtfeld.

Ob Autofahren mit diesem Helm sinnvoll ist, bezweifle ich.

Hier sieht man schön, dass „No-Face“ Cosplays sehr beliebt sind.

Mein Fazit

Mit meinem TIE-Piloten von HerotecX bin ich insgesamt sehr zufrieden.

Die großen ABS-Teile sind sauber tiefgezogen und werden bereits mit einer hochglänzenden Oberfläche geliefert. Dadurch entfällt ein erheblicher Teil der Nacharbeit, die beispielsweise bei 3D-gedruckten Bausätzen notwendig wäre.

Trotzdem sollte man den Arbeitsaufwand nicht unterschätzen.

Die Teile müssen angepasst, gebohrt, verschraubt und verklebt werden. Gerade beim Helm ist aufgrund der asymmetrischen Form sorgfältiges Arbeiten notwendig.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die bereits fertigen Hochglanzoberflächen. Hier sollte man beim Verkleben sehr vorsichtig sein, denn Klebstoffreste lassen sich nicht immer ohne Spuren entfernen.

Auch bei den seitlichen Anbauteilen der Chestbox würde ich heute eine stabilere Befestigung vorsehen.

Meine zusätzlichen 3D-Druckteile waren nicht zwingend notwendig, haben mir aber die Möglichkeit gegeben, einige Details nach meinen Vorstellungen zu verbessern.

Besonders positiv fand ich den persönlichen Kontakt zu HerotecX.

Dass ich den Flightsuit vor dem Kauf anprobieren und mir den Zusammenbau direkt erklären lassen konnte, war ein großer Vorteil.

Auch während des Baus stand Dominik für Fragen zur Verfügung.

Wer sich einen TIE-Piloten aufbauen möchte, sollte auf jeden Fall genügend Zeit einplanen, sorgfältig arbeiten und sich regelmäßig anhand von Fotos der Originalkostüme orientieren.

Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich aus dem Kit ein sehr schönes und filmnahes Kostüm aufbauen.

Dank und hilfreiche Links

Ein besonderer Dank geht an Dominik Cremer von HerotecX, der mir bereits vor dem Kauf viele hilfreiche Informationen gegeben und mich auch während des Zusammenbaus mit Tipps und Unterstützung begleitet hat.

Hersteller und Kostüm:

Referenzen für den Zusammenbau:

3D-Druck:

Dieser Bericht beschreibt meine persönlichen Erfahrungen beim Zusammenbau des HerotecX-Kits. Er ist keine offizielle Bauanleitung der 501st Legion oder des Herstellers.

Koffertown in Bremen

Koffertown on tour – zu Gast in Bremen

100 Jahre Betriebshof Sebaldsbrück und Modellbautage am 10. und 11. Oktober 2026

Hier auf meiner Webseite war es in den vergangenen Jahren ziemlich ruhig. Das bedeutet allerdings nicht, dass ich untätig gewesen bin. Vieles habe ich inzwischen eher auf Instagram veröffentlicht. Das Festwochenende zum 100-jährigen Bestehen des Bremer Straßenbahnbetriebshofs Sebaldsbrück ist aber ein schöner Anlass, auch hier wieder einmal etwas zu schreiben.

Am 10. und 11. Oktober 2026 fanden auf dem Betriebshof neben den Feierlichkeiten auch Modellbautage statt. Mit dabei war meine kleine H0-Straßenbahnanlage Koffertown, die damit nach längerer Ausstellungspause wieder einmal auf Reisen ging. Die letzte überregionale Ausstellung war 2020 bei KBGG in Braunschweig.

Eine kleine Stadt im Koffer

Koffertown entstand 2017 als gemeinsames Projekt mit meinem Sohn Manuel. Die Idee war damals, eine möglichst kleine Straßenbahnanlage zu bauen, die sich problemlos in einem Koffer transportieren lässt.

Die ursprüngliche Anlage misst gerade einmal 36 × 54 Zentimeter. Bei den engen Gleisradien von nur 160 Millimetern war von Anfang an klar, dass hier nicht jedes Straßenbahnmodell fahren kann.

Im Laufe der Jahre hat sich Koffertown immer wieder verändert. Nach einer amerikanischen Variante entwickelte sich die Anlage zu einer fiktiven norddeutschen Stadt mit historischen Gebäuden, engen Straßen und einem ungewöhnlichen Gleisnetz.

Nach Ausstellungen unter anderem in Nürnberg und Braunschweig ging es nun also nach Bremen.

Zu Koffertown findet ihr einige Beiträge hier auf meiner Webseite.

Vorbereitungen für Bremen

Vor dem Festwochenende gab es noch einiges zu erledigen. Besonders die Straßen hatten im Laufe der Jahre gelitten. Ursprünglich hatte ich sie aus einem Hartschaummaterial hergestellt, das mit der Zeit immer mehr Beschädigungen aufwies.

Deshalb habe ich vor der Ausstellung sämtliche alten Straßenflächen entfernt und durch Kopfsteinpflaster von CH Kreativ ersetzt. Lediglich die Bereiche, die damals eingegipst worden waren, habe ich belassen. Sie stellen nun Straßenabschnitte dar, an denen im Laufe der Jahre größere Ausbesserungsarbeiten vorgenommen wurden.

Durch diese Arbeiten hat sich das Erscheinungsbild von Koffertown deutlich verändert. Das neue Kopfsteinpflaster passt wesentlich besser zu den historischen Gebäuden und verleiht der kleinen Stadt einen ganz anderen Charakter.

Weiterhin habe ich noch kleine Änderungen an der Steuerung des Automatikbetriebs gemacht, um die Betriebssicherheit zu erhöhen. Diese ist versteckt unter der Feuerwehrwache.

Eine weitere große Veränderung ist der neue Hintergrund. Er zeigt eine fiktive norddeutsche Hafenstadt und wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt. Zusammen mit den Gebäuden im Vordergrund entsteht so der Eindruck einer deutlich größeren Stadt.

Eine weitere Anregung bekam ich auf einer Modellbahnausstellung in Münster. Dort hatte ich die polnische Anlage „Nad dachami Kwidzyna“ von Leszek Lewiński gesehen. Besonders interessant fand ich die eingesetzten Spiegelflächen, durch die die Anlage optisch größer wirkte.

Diese Idee habe ich für Koffertown übernommen. Die Spiegel an den Seiten lassen die kleine Stadt nun scheinbar über ihre tatsächlichen Grenzen hinaus weiterlaufen.

Dass das offenbar ganz gut funktioniert, zeigte sich während der Ausstellung. Mehrere Besucher versuchten herauszufinden, welche Stadt auf dem Hintergrund zu sehen ist. Kiel und Lübeck wurden beispielsweise vermutet. Als ich erklärte, dass es sich um eine KI-generierte Ansicht handelt, war die Überraschung durchaus groß.

Zwischendurch hatte ich sogar selbst kurz den Gedanken, dass der Hintergrund vielleicht den Hafen von Rungholt zeigen könnte – wenn die sagenumwobene nordfriesische Handelsstadt nicht im 14. Jahrhundert untergegangen wäre, sondern sich bis heute zu einer größeren Hafenstadt entwickelt hätte. Eine kleine historische Spinnerei, die ich ganz reizvoll fand. 😉

Das Imperium wurde von einem Stormtrooper der Öffentlichkeitsarbeit vertreten, der kleine Geschenke verteilte, schließlich sind wir ja auch die Guten 😁.

Für Bremen habe ich außerdem einige neue Straßenbahnmodelle am Computer konstruiert und anschließend im 3D-Druck hergestellt. Dazu gehört unter anderem der Bremer Großraumwagen, der wegen seiner Form auch als „Zigarre“bekannt ist. Ein Original dieses Fahrzeugtyps ist bis heute erhalten geblieben.

Straßenbahn in Groß und Klein

Während des Festwochenendes gab es auf dem Betriebshof Sebaldsbrück einiges zu entdecken. Neben den historischen und modernen Straßenbahnen waren auch mehrere Modellstraßenbahnanlagen und Fahrzeugausstellungen vertreten.

Mit dabei waren die IG Modellstraßenbahn aus Hannover, die Gemeinschaftsanlage von Holger Ott und Christian Breindl sowie die Bremer Straßenbahnfreunde vom Club Linie 11.

Die deutsche TLRS-Gruppe aus Hamburg zeigte eine Auswahl ihrer Straßenbahnmodelle. Die Hansetrucker e. V. waren mit ferngesteuerten Funktionsmodellen vertreten und sorgten damit auch abseits der Schienen für Bewegung.

Für mich war es schön, nach der längeren Pause wieder mit anderen Modellstraßenbahnern zusammenzukommen, Erfahrungen auszutauschen und natürlich Koffertown den Besuchern zu zeigen.

Ich habe auch die Gelegenheit genutzt, eins meiner Modelle zusammen mit dem Original zu fotografieren.

Kleine Straßenbahnen zum Mitnehmen

Für die Ausstellung hatte ich mir noch etwas überlegt. Mit meinem 3D-Drucker habe ich kleine, bewusst einfach gehaltene Straßenbahnmodelle in verschiedenen Farben hergestellt, die sich die Besucher kostenlos mitnehmen konnten.

Die Idee kam ausgesprochen gut an. Am Ende des Wochenendes waren tatsächlich alle kleinen Straßenbahnen weg!

Auch die Koffertown-Flyer fanden viele Abnehmer. Besonders gefreut haben mich die zahlreichen Gespräche mit Besuchern, die sich für die Anlage, ihre Technik und die Entstehungsgeschichte interessierten.

Nach Bremen ist vor der nächsten Ausstellung

Das Festwochenende in Sebaldsbrück hat mir viel Spaß gemacht. Zwei Tage voller Straßenbahnen, interessanter Modelle und netter Gespräche waren die Vorbereitungen auf jeden Fall wert.

Inzwischen ist Koffertown wieder zu Hause angekommen. Wohin die nächste Reise geht, steht noch nicht fest. Aber eines ist sicher: Die kleine Stadt wird auch in Zukunft nicht dauerhaft im Koffer bleiben.

Koffertown on tour – seit 2017.

Haus am Bach

Ich hatte das Glück bei einem Gewinnspiel des DB Museums ein kleines Set zum Bauen eines Dioramas zu gewinnen:

Die Grundfläche des Dioramas entspricht der Größe des Kartons (ca. 30x40cm) und man hatte freie Wahl, was man aus den beiliegenden Teilen bauen möchte, natürlich auch unter zu Hilfenahme weiterer Teile.

Meine Idee war, ein Haus zu bauen, an dem ein kleiner Bach vorbeifließt, der in einen kleinen Teich mündet.

Das Haus war schnell gebaut und mit Hilfe von Füllmaterial aus IKEA Kartons (dieses nicht wegwerfen, es ist ein tolles Material zum Basteln) entstand ein entsprechender Unterbau.

Braunes Krepppapier diente dazu, die Oberfläche zu nivellieren:

Hier dient alles zum Beschweren, was gerade so rumliegt 😉

Nun kamen verschiedene Sorten von Grasfasern (unterschiedliche Längen und Farben) zum Einsatz, sowie Sand aus der Ostsee für das Bach- und Seebett.

Mit Hilfe des Greenkeeper Juniors von RTS haben ich dann die Wiesen begrünt.

Es grünt so grün.

Doch nicht nur Gras sollte wachsen, sondern auch Büsche und Bäume und sonstiges Grünzeug.

Hier ist es gut, wenn man ein kleines Sortiment zur Auswahl hat, aus dem man nun schöpfen kann:

Die Natur ist gewachsen.

Ich habe verschiedene Materialien von unterschiedlichen Firmen verwendet, u.a. Bäume und Büsche von MBR, Grasbüschel von Noch und MiniNature.

Diese Packungen sind nicht billig, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Die Packungen sind auch ergiebig und können länger genutzt werden (es wird ja nicht schlecht 😁 ).

Der Garten hinter dem Haus erschien mir noch etwas leer, daher pflanzte ich dort einen Baum:

Noch ist der Baum giftgrün.

Der giftgrüne Baum, der vielleicht höchsten für eine Frühjahrsszene genutzt werden kann, ist aus fernöstlicher Produktion und war ein Testkauf auf einer bekannten Einkaufsplattform. Qualitativ natürlich nicht mit Material von MBR etc. zu vergleichen, dient er hier als Grundlage der Verfeinerung.

Blätter von Noch wurden aufgestreut und schon sieht es besser aus:

Meine Frau schlug vor, am Baum eine kleine Schaukel zu hängen, was natürlich ein schönes Detail ist und umgehend von mir umgesetzt wurde:

Die Größe des Baumes kann man im Vergleich mit der Farbdose abschätzen.

Zur Straße hin habe ich das beiligende Buschwerk von Busch verwendet:

Dieses Material ist etwas einfacher von der Qualität als die nebenstehenden Bäume von MBR, aber ich finde für eine Zierhecke durchaus verwendbar. Auf der anderen Seite habe ich zwei Ziersträuche von Busch gepflanzt, die auch dabei lagen.

Nachdem das Haus und die Straße nun dezent gealtert sind (es liegt offensichtlich fern von Industrie, daher bleibt die Fassade auch unverschmutzt), habe ich die Wasserfläche zu den Seiten hin abgeklebt. Zur Sicherheit habe ich mit Heißkleber zusätzlich noch die Ecken abgedichtet. Ich könnte jetzt sagen, dass es perfekt geklappt hat, aber das wäre gelogen. Natürlich war irgendwo noch ein Loch, wo das Wasser dann rausgetropft ist 😣.

Den Grund des Gewässers habe ich noch mit kleinen Steinchen verziert.

Für das Wasser verwende ich ein transparentes 2K-Epoxydharz, was im Verhältnis 100:55 (Harz:Härter) mischbar ist. Ich bevorzuge solches Harz, da damit auch kleine Mengen gut hergestellt werden können. Das fertig gemischte Harz hat eine Topfzeit von ca. 45min, so dass man stressfrei arbeiten kann. Es kann auch mit etwas Farbe vermischt werden, wenn man einen trüben Tümpel nachbilden möchte.

Es empfiehlt sich auch, das Harz ist mehreren Schichten einzubringen, alleine schon, weil irgendwo ja immer noch ein Loch ist 😏.

Die durch das Verrühren entstehenden Luftbläschen können mit Hilfe einer Flamme schnell zerstört werden. Hier ist natürlich entsprechende Vorsicht zu walten, wer sich den Umgang nicht zutraut, kann die Bläschen auch mit einer Nadel aufstechen.

Es ist auch zu beachten, dass das Harz sich an den Rändern etwas hochzieht und auch in die anliegenden Grünflächen etwas reinzieht. Dies kann man aber später noch nacharbeiten.

Bevor die letzte Wasserschicht kam, habe ich den Uferbereich noch mit Lasercut Farn verschönert. Ich bin eigentlich kein Freund von Lasercut-Pflanzen, aber der Farn sieht sehr schön aus:

Die Wasseroberfläche ist aufgrund des Epoxydharzes spiegelglatt, was aber auch für ein stehendes Gewässer noch zu glatt ist. Da hier ein kleiner Bahn in den See läuft, wird eine geringe Oberflächenbewegung sichtbar sein.

Um die Wasseroberfläche darzustellen, orientiere ich mich an der Methode von Luke Towan, der in seinen Youtube-Videos wunderbar beschreibt, wie er seine Module baut, die im übrigens von höchster Qualität sind.

Ebenso wie er verwende ich dünnflüssigen Weissleim, den ich mit einem Pinsel auftupfe. Mit Hilfe des Airbrush „puste“ ich den Leim in die entsprechende „Form“, um den Strömungsverlauf nachzubilden. In diesem Video von Luke ist es schön zu erkennen: https://www.youtube.com/watch?v=HEG3d0cMuv4&t=1664s

Der Weißleim trocknet klar aus und bildet dann eine seidenmatte leicht unebene Oberfläche. Mein kleiner Sohn überzeugt sich hier von der Modellierung:

Zum Fotografieren habe ich das Diorama nach draußen gebracht, da es dort am besten wirkt. Die natürliche Vegetation bildet auch einen schönen Hintergrund:

Hier sieht man auch die zuvor erwähnte Zierbüsche am Haus.

Hier erkennt man auch sehr schön die Struktur der Wasseroberfläche:

Das Modellgras ist farblich dem echten Gras angepasst.

Aus entsprechender Perspektive fotografiert harmoniert das Diorama gut mit den echten Bäumen im Hintergrund:

Im Garten spielen zwei Jungs und eine kleiner Hund mit einem Frisbee.

Im Schatten auf der Terrasse sitzen die Eltern und Oma und Opa, die gerade zu Besuch sind:

Der Bernhardiner schaut sich das wilde Treiben lieber aus der Ferne an. Das Gras müsste auch mal wieder gemäht werden.

Den Abschluss bildet ein Bild von der Straßenseite. Das Grundstück wird von der gepflegten Hecke abgegrenzt. Vorne stehen auch zwei Zierbüsche von Busch. Evtl. tausche ich diese nochmal aus, aber ich finde sie eigentlich ganz passend. Der Stellplatz neben dem Haus bietet Platz für den Familien-Van und auch für das kleine Auto des Besuchs.

Das Schild mit der Hausnummer muss noch angefertig werden, aber auf dem Land findet der Postbote auch ohne die Adresse.

Update 10.08.2021:

Da es Beschwerden der Anwohner gab, gibt es jetzt auch Hausnummer, Briefkasten usw. 😁.

Auch sind die Dachfenster jetzt korrekt verglast.

Re-/Upcycling eines alten Roco Modell des BR 191

Durch Zufall konnte ich ein altes Roco-Modell der BR 191 erstehen. Es ist die 191 099-1, die laut www.bahnwahn.de zwischen 1978 und 1980 gefertigt wurde. Sie hat noch die Steckkupplung, die damals Röwa bei diesem Fahrzeug eingeführt hat.

Das Modell war ziemlich runtergekommen, ein Gehäuseteil war lose, zwei Puffer fehlten, sie scheint wohl mal einen Absturz hinter sich gehabt zu haben. Sie kostete 30,-€, immerhin lief der Motor.

Natürlich könnte man jetzt das Piko-Modell der BR 191 kaufen, aber das ist keine Herausforderung, das kann jeder Amateur.

Zuerst habe ich das Gehäuse gereinigt. Danach das Getriebe von altem Fett befreit. Das Modell hat einen Allachsantrieb über Zahnräder, die äußeren Achsen sind noch über die Kuppelstangen miteinander verbunden. Gar nicht so einfach, die Achsen wieder richtig einzusetzen.

Für die Digitalisierung konnte ich über ebay einen LokSound 2.0 für ebenfalls 30,- erwerben, der zugehörige Lautsprecher kam nochmal auf knapp 10,- €. Dieser ist im Vergleich zu dem aktuellen Loksound etwa doppelt so groß, aber er passt gut in das Mittelteil. Von Esu gibt es ein Soundprojekt für die E75, das habe ich ebenfalls verwendet.

Der alte 3polige Motor funktionierte, in einer Richtung zog er maximal 400mA, in der anderen 300mA, aber manchmal lief er nicht so. So kam ein 5poliger Motor rein, den ich mal bei ebay für knapp 20,-€ gekauft habe. Damit lief die Lok perfekt mit dem Decoder.

Die Lämpchen habe ich durch Dual-LEDs rot/weiß ersetzt, damit die Lok auch ein Rücklicht bekommt. Mit dem Aux-Ausgang des Decoders habe ich eine Führerstandsbeleuchtung mit 2 gelben LEDs realisiert.

Damit die kleinen Lautsprecher (2×50 Ohm) reinpassen, musste ein Ballastgewicht etwas verkleinert werden.

Die fehlenden Puffer habe ich mit meinem 3D-Drucker neu gedruckt, die Bremsschläuche hatte ich noch in der Sammelkiste.

So kann die 191 nun ein neues Leben bei der Oberrather Bodenbahn beginnen. Zum Test hat sie heute mal einen Personenzug gezogen. Mein Sohn fand die Stangenellok aufregend, kannte er der Standenantrieb vorher sowas nur von Dampfloks.

Hier noch etwas verstaubt:

Hier entstaubt. Die LEDs sind leider etwas „zu“ weiß, aber damit kann ich leben.

Hier ein Video mit Sound: https://youtu.be/vrg9N_-8zaQ

Die Lok zieht hier einen Personenzug. Ob es das wirklich gab, weiß ich nicht.

Also … gebt den alten Schätzchen noch eine Chance.

So schlecht sind die nämlich gar nicht.

Kleinbahn Teil 2

Hallo zusammen,

in Zeiten von Home Schooling muss man Kinder kreativ beschäftigen. Neben der zwischenzeitlich großflächig aufgebauten Teppichbahn – Trix C-Gleis ist klasse, nehme alles zurück, Digital mit z21 ist wirklich besser als Analog – , hat Manuel nun Teil 2 fast fertig gestellt.

Dieses ist die Streckenverlängerung nach rechts:
Hinter dem Gleis kommt eine Kuh- oder Schafweide hin, vor dem Gleis befindet sich ein kleiner Weg und ganz vorne der Rand von einem kleinen Teich:

Hier klebt er gerade Grasbüschel auf:

Der Teich entstand durch transparentes Resin, das hier vor Staub geschützt aushärtet:

Damit die Oberfläche nicht mehr so unnatürlich glänzt, hat Manuel sie mit verdünnten Weißleim betupft. Anregung dazu fanden wir u.a. in den Videos von Luke Towan (https://www.youtube.com/watch?v=HEG3d0cMuv4).

So sieht es jetzt aus:

Das LP-Schild in Fahrtrichtung nach Links steht zwischenzeitlich auch schon. Hinter dem Gleis soll noch ein Weidezaun hin, hier muss ich gucken, ob man was schönes kaufen kann, sonst wird was gebastelt.

Weiter geht´s …