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Winterdienst in Düsseldorf

Als Modellstraßenbahner hat man natürlich keine Sorgen, dass Oberleitungen und Weichen vereisen können, aber trotzdem habe ich Winterdienstfahrzeuge. Diese sind was Besonderes und haben es auch verdient, als Modell gebaut zu werden.

Die Mutter aller Winterdienstfahrzeuge ist natürlich ATW5111, 1970 aus dem Triebwagen 924 entstanden, der 1924 gebaut wurde.
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2012 gab es Zuwachs in Form eines Vorstellschneepflugs, der aus dem Drehgestell eines GT8SU entstanden ist. Auch im Modell war ein Drehgestell die Grundlage.

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Neben diesen beiden gibt es noch den ehemaligen Duisburger Vorstellschneepflug 399 (links im Bild):

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Der grüne ATW 1104 rechts im Bild hat bei mir die Aufgabe, die Oberleitung zu reinigen. Ich habe dazu ein Stück Schienenreinigungsgummi auf das Schleifstück geklebt. Je nach Achsen kann das Fahrzeug für die Normal- und Meterspurstrecke eingesetzt werden.

100 Jahre Fahrzeuge der K-Bahn

Vorwort

Nein, die K-Bahn ist nicht 100 Jahre alt, sondern wurde bereits Ende 1898 in Dienst gestellt (siehe z.B. Die erste elektrische Schnellbahn Europas). Der Name K-Bahn stammt von der Beschilderung der Linie mit dem Buchstaben “K”. Die Rheinbahn Fernlinien wurden mit Buchstaben beschildert, der dem Anfangsbuchstaben des Zielortes entspricht. Auch heute ist der Begriff “K-Bahn” in der Bevölkerung immer noch in Gebrauch.

 

1. Generation

Auf der K-Bahn wurden von Anfang an ausschließlich Drehgestellfahrzeuge eingesetzt. Die 1. Fahrzeuggeneration hatte bereits geschlossene Plattformen, um dem Fahrer während der Fahrt zusätzlichen Schutz zu geben. Für die damaligen Zeit war dies die Ausnahme.

Ein Modell dieser Serie habe ich noch nicht gebaut, so dass ich auf diese Generation nicht näher eingehen werde.

 

2. Generation

1912 wurde ein sehr imposantes Fahrzeug in Dienst gestellt, das bis Ende der 1950er Jahre die K-Bahn dominiert hat. Erst ab 1953 bekamen sie “Konkurrenz” durch moderne Fahrzeuge. Mit Inkrafttreten der neuen BOStrab 1960 wurden die Fahrzeuge dann ausgemustert.

Diesem Fahrzeugtyp ist auch eine eigene Seite gewidmet, da ich das Modell als 3D Konstruktion erstellt habe.

 

Von diesem Fahrzeugtyp wurden in den 1920er Jahre weitere Fahrzeuge mit geringen Änderungen nachbestellt, die jedoch als Kriegsverlust alle abzuschreiben sind.

Ab den 1920er Jahren sah so ein typischer Zeug auf der K-Bahn aus:

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Projektierte Fahrzeuge der 1930er Jahre

Im Jahr 1939 wurde eine neue Fahrzeuggeneration geplant, die optisch große Ähnlichkeiten mit den zweiachsigen Niederflurwagen der Rheinbahn haben sollte, allerdings waren diese als vierachsige Drehgestellfahrzeuge geplant. Mit baugleichen Beiwagen wäre so ein harmonischer Zug entstanden. Allerdings verhinderte der Zweite Weltkrieg die Fortführung dieser Planung.

Konstruktionszeichnungen dieser Fahrzeuge sind heute noch vorhanden. Vielleicht entstehen diese Fahrzeuge zu einem späteren Zeitpunkt als Modell.

Neubeginn mit der 3. Generation

Im Jahre 1953 wurden die Nachfolger für die zwischenzeitlich knapp 40 Jahre alten Fahrzeuge in Dienst gestellt, der Typ K53 der Düwag. Insgesamt wurden 8 Triebwagen und 4 Beiwagen beschafft, die teilweise eine Kücheneinrichtung hatten und daher keine Mitteltür. Beim Bau dieser Fahrzeugen wurden u.a. die Drehgestelle verwendet, die für die Fahrzeuge des Jahres 1939 vorgesehen waren. Trotz der großen Fahrzeugbreite von 2,50m war es erforderlich, dass die Seitenschürzen Aussparungen bekamen, damit die Drehgestelle ausschwenken konnten.

Diese damals hochmodernen Fahrzeuge ähneln den bereits 2 Jahre zuvor in Dienst gestellten Großraumtriebwagen der Düwag, allerdings mit deutlich größeren Ausmaßen von ca. 15m Länge und 2,5m Breite. Motorisiert mit knapp 300kW erreichten sie mühelos die damalige Streckenhöchstgeschwindigkeit von 90 km/h (Die K-Bahn war zur damaligen Zeit noch als Kleinbahn konzessioniert.). Geschwindigkeiten bis 105 km/h sollen gefahren worden sein, wie Zeitzeugen zu berichten wissen.

Die K53 Fahrzeuge fuhren als Doppeltraktion oder zusätzlich noch mit einem mittig eingestellten Beiwagen bzw. Speisewagen, da die Strecke in Krefeld stumpf endet.

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Die grüne Lackierung wurde in den 1950er Jahren in Beige mit grauen Streifen geändert. Hier ist ein Video eines Modell K53 Zuges zu sehen.

Gäste der D-Bahn

In den 50er Jahren fuhren zusätzlich Fahrzeuge der D-Bahn (Düsseldorf-Duisburg) auf der K-Bahn. Mehr Informationen zu diesem Fahrzeug findet sich hier.

Umbau der 3. Generation

1963 erfolgte ein Umbau der Fahrzeuge der Serie K53. Jeweils zwei Treibwagen wurden zu einem Gelenktriebwagen mit schwebendem Mittelteil umgebaut und die Serie K53U entstand. Die K53U hatten ursprünglich wie die Fahrzeuge der Stadtlinien einen grauen Streifen, der jedoch später in einen roten geändert wurde, der fortan Erkennungszeichen der Fernlinienfahrzeuge sein sollte.

Die K53 Beiwagen wurden weiterhin mit den K53U Fahrzeugen verwendet.

 

4. Generation, die letzten Ferntriebwagen

Da ein Einsatz aufgrund der Breite von 2,50m auf den Stadtlinien nur eingeschränkt möglich war (die anderen Fahrzeuge in Düsseldorf sind 2,35m breit), wurde die nächste Generation der K-Bahn Fahrzeuge auch in einer Breite von 2,35m beschafft. 1966 rollen die Fernbahntriebwagen der Reihe K66 auf die Gleise. Diese waren die letzten Fahrzeuge, die explizit für die Fernlinien angeschafft wurden.

 

Passend zu den Triebwagen wurden Zweirichtungsbeiwagen beschafft, um den Anforderungen der Strecke gerecht zu werden.

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Heute sind Tw 2269 und Bw 1205 als historische Fahrzeuge noch erhalten und damit die letzten und einzigen Fernlinienfahrzeuge, die heute noch existieren.

Die Stadtbahn kommt

Mit Start des VRR zum 01.01.1980 änderten sich die Liniennummern. Für Fernlinien wurden zweistellige Nummern verwendet und so wurde die Linie K zur Linie 76, während den Stadtlinien die Ziffer 7 vorangestellt bekamen und dreistellig wurden.

Als in den 1970er Jahren die K-Bahn als Stadtbahnstrecke ausgebaut wurde, wechselten die K66 Triebwagen auf die Stadtlinien. Mein Modell ist daher beschildert als Linie 712. Hier kamen sie auf der Strecke nach Ratingen (die nie eine Fernlinie der Rheinbahn war) immerhin noch aus dem Stadtgebiet heraus.

Der Stadtbahnbetrieb wurde mit Fahrzeugen vom Typ GT8S realisiert. Als U-Bahnvorlaufbetrieb wurden einige dieser Fahrzeuge später zum Typ GT8SU umgebaut. Dabei erhielten sie u.a. Klapptrittstufen, wurden höher gelegt und die Front wurde einseitig verbreitert, damit die Doppeltür vollständig in der Seitenflucht liegt. Mit Inbetriebnahme der städtischen U-Bahntunnel änderte sich dann die Liniennummer nach U76.

Auch die 4 Speisewagen 3101-3104 wurden entsprechend umgebaut. Diese führten die Tradition des Speisewagenbetriebes fort. Zu erkennen waren sie an der fehlenden Tür im C-Teil, das die Küche enthielt, sowie durch eine geänderte Lackierung. Die Gelenkdome sind weiß und das C-Teil hatte rot-weiße Absatzflächen. Von den Speisewagen ist heute keiner mehr vorhanden.

Die GT8SU fuhren in Traktion, so dass auch weiterhin lange Züge auf der K-Bahn zu sehen waren.

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Heute sind die GT8SU Fahrzeuge weiterhin im Dienst, allerdings überwiegend auf der Linie U75 nach Neuss.

 

U-Bahnzeitalter

Mit zunehmender Indienststellung der B-Wagen wurden diese auch auf der K-Bahn, bzw. U76, eingesetzt.

 

Auch diese verkehren in Doppeltraktion auf der Linie U76. Einige Kurse führen auch weiterhin einen bewirtschafteten Speisewagen (heute Bistrowagen genannt) mit. Zusätzlich verkehrt die Linie U70, die als Schnelllinie nicht an jeder Station hält. So lebt die Tradition der Schnellzüge auf der K-Bahn noch heute weiter.

 

Nachwort

Bei den von mir gezeigten Modellen handelt es sich ausnahmslos um Einzelstücke, die von mir gebaut wurden. Die Fahrzeuge von 1912 sind allerdings bei Shapeways als Rohling erhältlich.

 

Guido Mandorf, 09.07.2012

 

Die Straßenbahn aus dem Blumentopf – Uerdinger Stahlwagen für Ennepetal

(05.06.2011)

Man glaubt gar nicht, was alles in einem Blumentopf wachsen kann.  Hier handelt es sich um ein Exemplar der Gardenia Tramensis:

Die Pflanze zeichnet sich durch einen sehr spärlichen Blätterbewuchs aus. Am einzigen Stiel wächst in der Regel nur eine schlichte und unscheinbare Blüte in grauer Farbe.

Hier die Blüte mal aus der Nähe:

Bislang war es mir nicht möglich, nähere Aussagen über die Art der Blüte zu machen. Auch bei der nachfolgenden Makroaufnahme find noch viele Fragen offen. Man sieht aber auch, dass die Blüte noch nicht vollständig entwickelt ist:

 

Wer hat eine Ahnung, was es dieses Mal für eine Blüte ist?

 

Update 18.06.2011

Wie aus der Überschrift zu lesen ist, stellt das Modell ein Fahrzeug der Uerdinger Waggonfabrik dar, das zwischen 1927 und 1929 an die Straßenbahngesellschaft Ennepetal geliefert wurde.  Das besondere an diesem Fahrzeug ist, dass es einen stählernen Aufbau hat.

Die äußerst robusten Fahrzeuge wurden nach der Stilllegung in Ennepetal nach Wuppertal verkauft und blieben dort bis zum Ende des Meterspurbetriebs 1970 im Einsatz.

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Update 26.10.2011

Während im Original TW 141 bei der BMB noch auf seine Aufarbeitung wartet, ist er im Modell wieder zum Leben erweckt worden:

 

 

Hier die Ursprungsversion ist der Ausführung der Straßenbahngesellschaft Ennepe:

 

 

Schöndorff Triebwagen aus Wuppertal ex Barmer Bergbahn

Zum Update vom 10.08.2011 den Artikel nach unten scrollen.

 

17.06.2011

Hallo zusammen,

es entstand wieder ein neues Urmodell und zwar eine Variante des Schöndorff Triebwagens der Barmer Bergbahn in der Ausführung mit Laternendach.

Diese Bauart gab es sowohl für die Meterspur, als auch für die Normalspur.

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Mein Modell besitzt ein Fahrgestell der Uerdinger Fahrzeuge. In ihren letzten Einsatzjahren erhielten die Schöndorff Triebwagen der Normalspur aufgrund des schlechten Zustands die Fahrgestelle von ausgemusterten Uerdinger Triebwagen.

Weiterhin ist die Karosserie in der Ursprungsausführung. Im Original wurden die Fahrzeuge später auf die eckige Heckinghauser Front umgebaut. Ein entsprechendes Modell folgt.

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Von diesem Fahrzeug können nun die folgenden Varianten erstellt werden:

  • Normalspur mit originalem Fahrgestell
  • Normalspur mit Uerdinger Fahrgestell
  • Meterspur

Im Internet habe ich einen alten Amateurfilm von 1964 gefunden, der diese Fahrzeuge noch im Einsatz zeigte:

Straßenbahn Wuppertal 1964 Linie 2

Hier weitere Links zu Seiten auf denen Fotos vom Original zu finden sind:

(weiterlesen …)

Schrott

Angeregt durch die Bilder der Fahrzeuge der BMB, die 2008  aus der ehemaligen Wagenhalle Unterkirchen gerettet werden konnten (siehe dazu hier oder hier) wollte ich auch mal ein Fahrzeug in eben diesem Zustand nachbilden.

Da ich von meinen Abgüssen des TW 115 noch welche übrig hatte, wählte ich einen mit möglichst vielen Lunkerstellen aus und habe diesen so bearbeitet, als ob er Jahrzehnte annähernd ungeschützt dem Verfall preisgegeben war:

 

 

 

Die Gefahren des Straßenverkehrs

Die Gefahren im Straßenverkehr sind vermutlich so alt, wie die Erfindung von Rad und Wagen. Vermutlich gab es im alten Rom bereits Warnhinweise, die Straßen nicht zu überqueren, ohne sich vorher zu vergewissern, dass nicht ein Wagen sich nähert. Doch soweit will ich nicht in die Geschichte zurück gehen, sondern nur bis in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Wie auch in vielen anderen Städten nahmen die Unfälle im Straßenverkehr auch in Düsseldorf zu. Neben den Straßenbahnen fuhren auch Autos und LKWs auf den Straßen und natürlich auch Handkarren und ähnliches.

Die Rheinische Bahngesellschaft nutzte damals einen der zahlreichen Arbeitswagen, um die Bevölkerung auf die Gefahren der Straßenbahn aufmerksam zu machen. In dem Buch Die Geschichte der Düsseldorfer Straßenbahn von Jacobi/Zeh findet sich eine Abbildung eines solchen Fahrzeugs, das ich hier zitiere:

 

Die Abbildung hat mich angespornt, dieses Fahrzeug mal im Modell umzusetzen und so entstand ein angenähertes Modell eines Reklamewagens. Die Beschriftungen entstanden auch Scan der Abbildung und Colorierung am PC.

 

In Anbetracht der Tatsache, wie unvorsichtig viele Menschen sich im Straßenverkehr bewegen, ist ein solcher Reklamewagen heute aktueller denn je.  Leider ist es zu einer Unsitte geworden, sich nur noch mit permanenter Musikbeschallung fortzubewegen, so dass Warnsignale überhört werden und es so immer wieder zu schweren und schwersten Unfällen kommt, die dann von entsprechenden Medien aufgepuscht werden. Doch leider ist keine der Zeitungen auch mal in der Lage, die Ursache beim Namen zu nennen, nämlich dass die Verunfallten die grundlegensten Regeln des Verhaltens im Straßenverkehr vernachlässigt haben.

Das Thema der Verkehrssicherheit wurde 1926 in Wien anschaulich mit Videos dargestellt:

 

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