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Mein TIE-Pilot-Cosplay

Baubericht mit dem Kit von HerotecX

Vom Bausatz zum einsatzbereiten TIE-Piloten der 501st Legion

Neben meinem imperialen Offizier wollte ich gerne ein weiteres Kostüm für die 501st Legion haben. Diesmal sollte es allerdings eines mit Helm sein. Ein Stormtrooper kam für mich nicht infrage, da mir dessen Rüstung zu aufwendig und beim Tragen zu unbequem erschien.

Der TIE-Pilot war dagegen eine interessante Alternative. Er trägt vergleichsweise wenige Rüstungsteile und bietet dadurch mehr Bewegungsfreiheit. Außerdem gefällt mir die komplett schwarze Erscheinung ausgesprochen gut.

Ein weiterer Vorteil: Bei manchen Veranstaltungen sind Kostüme gefragt, bei denen das Gesicht nicht zu sehen ist. Mit dem TIE-Piloten habe ich nun eine passende Ergänzung zu meinem imperialen Offizier.

In diesem Bericht möchte ich zeigen, wie ich meinen TIE-Piloten aufgebaut habe, welche Erfahrungen ich dabei gemacht habe und worauf man beim Zusammenbau achten sollte. Vielleicht hilft das dem einen oder anderen, der ebenfalls mit dem Gedanken spielt, sich dieses Kostüm zuzulegen.

Warum ein Kit von HerotecX?

Auf HerotecX wurde ich ursprünglich durch eine imperiale Offiziersmütze aufmerksam, die ich von einem anderen Mitglied der 501st Legion gekauft hatte.

Da ich zunächst unsicher war, ob diese Mütze den Anforderungen der 501st entspricht, nahm ich Kontakt zu Dominik Cremer von HerotecX auf. Dabei stellte sich heraus, dass in den Star-Wars-Produktionen unterschiedliche Varianten der imperialen Mütze verwendet wurden und die von HerotecX gefertigte Ausführung ebenfalls für ein Approval geeignet ist.

So entstand der Kontakt zu Dominik, der selbst Mitglied der 501st Legion ist (Nr. 24495).

Als ich mich später für den Bau eines TIE-Piloten entschied, war HerotecX deshalb meine erste Anlaufstelle.

Die Preise der verschiedenen Anbieter liegen nach meiner Einschätzung in einer ähnlichen Größenordnung. Deshalb habe ich mich gar nicht erst intensiv mit anderen Kits beschäftigt.

Für mich waren andere Dinge entscheidend: HerotecX ist ein kleiner deutscher Hersteller aus der Nähe von Düsseldorf. Ich konnte die Teile persönlich abholen und hatte mit Dominik einen Ansprechpartner, der sich mit den Anforderungen der 501st auskennt.

Außerdem unterstütze ich lieber einen kleinen Hersteller aus Deutschland, statt ein vergleichbares Produkt aus dem Ausland zu bestellen.

Bereits vor dem Kauf erklärte mir Dominik einiges über die Herstellung der Teile und den Aufbau des Kostüms.

Bei der persönlichen Abholung zeigte er mir anhand seiner eigenen Helme und Rüstungsteile, worauf ich beim Zusammenbau achten sollte. Diese Hinweise waren später sehr hilfreich.

Mein Kit entspricht bereits der überarbeiteten zweiten Version (V2). Gegenüber der ersten Ausführung wurden unter anderem einige Details an der Chestbox ergänzt. Für das Approval sind diese zusätzlichen Details nicht zwingend erforderlich, sie verbessern aber die Übereinstimmung mit der Filmvorlage.

Das Kit und seine Materialien

Helm und Rüstung bestehen überwiegend aus tiefgezogenem, hochglänzend schwarzem ABS-Kunststoff.

Das ist ein wesentlicher Unterschied zu vielen 3D-gedruckten Bausätzen: Die Oberflächen sind bereits glatt und glänzend. Das aufwendige Schleifen von Druckschichten und eine vollständige Lackierung entfallen.

Allerdings hat das auch einen Nachteil, wie ich später feststellen musste: Die fertigen Hochglanzoberflächen sind beim Verkleben empfindlich. Klebstoffreste können sichtbare Spuren hinterlassen.

Die großen ABS-Teile waren bereits ausgeschnitten. Die Kanten mussten allerdings noch nachgearbeitet werden, damit die einzelnen Bauteile richtig zusammenpassen.

Zum Kit gehören außerdem verschiedene Polystyrolplatten, Resingussteile und kleinere Anbauteile.

Einige Details habe ich im Laufe des Baus durch selbst gedruckte Teile ersetzt. Das war allerdings meine persönliche Entscheidung und für das Approval nicht erforderlich.

Der Zusammenbau des Helms

Die beiden Helmhälften

Der Helm besteht aus einer Gesichtsmaske, zwei Helmschalen und verschiedenen kleineren Anbauteilen.

Die beiden Helmhälften werden mit einem breiten Kunststoffstreifen verbunden, der von außen über die mittlere Naht geklebt wird.

Dieser Streifen dient gleichzeitig als Orientierung beim Zusammenbau. Er muss bündig an beiden Helmhälften anliegen.

Eine Besonderheit des TIE-Pilotenhelms ist seine asymmetrische Form.

Schon die ursprünglichen Filmrequisiten waren keineswegs perfekt symmetrisch. Deshalb sollte man beim Zusammenbau nicht versuchen, die linke und rechte Seite zwanghaft aneinander anzugleichen.

Mein Tipp: Beim Ausrichten des Helms unbedingt Fotos der Originalhelme verwenden. Die linke Seite sollte nicht als Maßstab für die rechte Seite dienen.

Die Wahl des richtigen Klebstoffs

Dominik hatte mir für den Zusammenbau den Klebstoff E6000 empfohlen.

Leider habe ich damit keine guten Erfahrungen gemacht. Die Verbindungen hielten bei mir nicht zuverlässig, sodass sich bereits verklebte Teile wieder lösten. Bei einer dieser Aktionen wurde sogar eine Hose durch den Klebstoff beschädigt.

Glücklicherweise hatte ich noch einen anderen Klebstoff zur Verfügung: den Studio Range Contact Adhesive von Poly-Props.

Mit diesem Kontaktkleber funktionierten die Verbindungen bei mir einwandfrei.

Ich habe jeweils beide Klebeflächen dünn eingestrichen, den Kleber etwas antrocknen lassen und die Teile anschließend fest zusammengedrückt.

Während des Verklebens habe ich die Bauteile mit Schraubzwingen fixiert.

Nach diesen Erfahrungen habe ich für den weiteren Zusammenbau ausschließlich den Poly-Props-Kleber verwendet.

Das bedeutet natürlich nicht, dass E6000 grundsätzlich ungeeignet ist. Für meine Arbeitsweise hat sich der Kontaktkleber jedoch deutlich besser bewährt.

Vorsicht bei den Hochglanzoberflächen!

Beim Verkleben trat an einigen Stellen Klebstoff seitlich aus.

Beim Versuch, diesen zu entfernen, wurde leider die glänzende ABS-Oberfläche beschädigt.

Solche Stellen lassen sich teilweise wieder aufpolieren. An anderen Stellen kann es notwendig sein, mit glänzend schwarzer Farbe nachzuarbeiten.

Mein Tipp: Beim Auftragen des Klebstoffs besonders sorgfältig arbeiten. Da die Teile bereits hochglänzend geliefert werden, sollte man unbedingt vermeiden, dass Kleber auf sichtbare Oberflächen gelangt.

Die Gesichtsmaske

Die Gesichtsmaske wird mit mehreren Schrauben an der Helmschale befestigt.

Seitlich befinden sich die Verschraubungen im Bereich der Ohren. Diese werden später durch zusätzliche Bauteile verdeckt, die ihrerseits über die silbernen Code-Disks befestigt werden.

Zwei weitere Schrauben befinden sich oberhalb der Gesichtsmaske, links und rechts des sogenannten Mohawk.

Die Bohrungen waren im Kit noch nicht vorhanden und mussten selbst gesetzt werden.

Hier ist es besonders wichtig, sich an geeigneten Referenzfotos zu orientieren.

Bei meinem Helm hätten die beiden oberen Schrauben etwas näher zur Mitte sitzen können. Beim Approval wurde ihre Position allerdings nicht beanstandet.

Auch hier gilt: Aufgrund der asymmetrischen Form sollte man nicht versuchen, beide Seiten exakt spiegelbildlich aufzubauen.

Der Mohawk

Der sogenannte Mohawk ist der markante Aufsatz im vorderen Bereich des Helms.

Er wird auf den mittleren Verbindungsstreifen geklebt und verdeckt diesen im vorderen Bereich. Weiter hinten bleibt der Streifen sichtbar.

Vor der Montage musste ich den Mohawk etwas dünner schleifen, damit er sauber auf der Helmoberfläche aufliegt.

Anschließend habe ich ihn mit dem Poly-Props-Kontaktkleber flächig verklebt und während des Aushärtens mit einer Schraubzwinge fixiert.

Da das Bauteil bereits aus schwarzem ABS besteht, war keine Lackierung erforderlich.

Seitliche Anbauteile und Augenblende

Nach der Montage der Gesichtsmaske und des Mohawk folgten die seitlichen Abdeckungen mit den Code-Disks.

Anschließend habe ich die getönte Augenblende eingebaut.

Meine Blende ist grün getönt und war von der Länge her bereits ungefähr passend.

Ich habe sie seitlich mit zwei Schrauben befestigt, die von außen nicht sichtbar sind. Zusätzlich habe ich die Blende in der Mitte mit etwas Panzertape gesichert.

Das wäre vermutlich nicht unbedingt notwendig gewesen, gibt mir aber zusätzliche Sicherheit.

Ein Vorteil dieser Konstruktion ist, dass sich die Augenblende bei Bedarf wieder ausbauen und austauschen lässt.

Die Pillenbox am Hinterkopf

Am Hinterkopf befindet sich ein kleines Bauteil, das häufig als „Pillenbox“ bezeichnet wird.

Dieses Teil besteht aus Resinguss.

Der Deckel muss weiß lackiert werden. Anschließend wird das Bauteil am Helm aufgeklebt.

Die Innenausstattung

Eine Innenpolsterung gehört nicht zum HerotecX-Kit.

Ich habe mir deshalb im Baumarkt Schaumstoff besorgt, diesen passend zugeschnitten und an verschiedenen Stellen im Helm eingeklebt.

Damit lässt sich der Sitz des Helms recht einfach an den eigenen Kopf anpassen.

Zusätzlich liegt dem Kit ein schwarzer Keder bei, mit dem die unteren Helmkanten eingefasst werden.

Mit dem Tragekomfort bin ich grundsätzlich zufrieden.

Der TIE-Pilotenhelm ist größer als mein Mandalorianer-Helm und bietet entsprechend viel Platz.

Allerdings muss ich bei meiner Polsterung noch etwas nacharbeiten, da der Helm momentan noch ein wenig auf meinem Kopf wackelt.

Eine zusätzliche Belüftung habe ich nicht eingebaut. Manche TIE-Piloten verwenden kleine Lüfter, um die Luft im Helm umzuwälzen.

Ich persönlich komme auch ohne aktive Belüftung gut zurecht.

Die Atemschläuche

Die beiden Atemschläuche gehören zu den charakteristischen Details des TIE-Piloten.

Ich habe dafür Verbindungsschläuche für Gasmasken und Filter verwendet, die ich über Amazon gekauft habe.

Die Schläuche habe ich auf die benötigte Länge gekürzt.

Für die Befestigung habe ich mir eine magnetische Lösung überlegt.

In die Enden der Schläuche habe ich jeweils Rundmagnete eingeklebt. Am Helm befinden sich angeschraubte Ringmagnete, während die Gegenstücke an der Chestbox aufgeklebt sind.

Damit lassen sich die Schläuche jederzeit abnehmen.

Das erleichtert den Transport und das An- und Ablegen des Helms erheblich.

Die Magnetverbindungen halten beim Tragen einwandfrei.

Mein Tipp: Eine abnehmbare Verbindung der Atemschläuche ist ausgesprochen praktisch. Gerade beim Transport des Kostüms ist es angenehm, wenn die Schläuche nicht dauerhaft mit Helm und Chestbox verbunden sind.

Beschriftungen

HerotecX liefert zwei imperiale Signets als Aufkleber mit. Ich habe diese durch Vinyl-Aufkleber ersetzt, die ich mit meinem Schneidplotter erstellt habe. Diese müssen auf jeden Fall etwas eingeschnitten werden, da man sie sonst nicht auf die kugelförmige Fläche des Helms vernünftig aufkleben kann.

Weiterhin trägt mein Helm auf dem Mohawk meine 501st Kennung 40472.

Der Zusammenbau der Rüstung

Brust- und Rückenpanzer

Auch die Rüstung wird als Bausatz geliefert.

Brust- und Rückenteil bestehen aus tiefgezogenem, hochglänzend schwarzem ABS.

Die Teile waren bereits ausgeschnitten, allerdings mussten die Kanten noch nachgearbeitet werden.

Dabei ging es vor allem darum, dass die Rüstung möglichst eng am Körper anliegt und nicht unnötig weit absteht.

Das ist auch für das Approval wichtig.

Verbindung der Rüstungsteile

Für die Verbindung von Brust- und Rückenpanzer liegen dem Kit spezielle tiefgezogene Kunststoffbügel bei.

Diese werden durch eingeklebte Kunststoffplatten verstärkt und anschließend mit den beiden Rüstungsteilen verschraubt.

Die benötigten Schrauben und Muttern gehören zum Lieferumfang.

Die Bügel musste ich nicht weiter bearbeiten.

Ich habe zunächst eine Seite verschraubt, die Rüstung anschließend angelegt und dann die Befestigung auf der anderen Seite vorgenommen.

Bei meiner Körpergröße von 1,89 m und meiner kräftigen Statur war schnell klar, dass ich die Verschraubungen möglichst weit an den Enden der Bügel anbringen musste.

Dadurch lässt sich die Rüstung gut an unterschiedliche Körpermaße anpassen.

Die Chestbox

Die Chestbox ist eines der aufwendigeren Bauteile der Rüstung.

Sie besteht aus zwei großen Kunststoffteilen, die ineinandergeschoben und miteinander verklebt werden.

Dadurch entsteht ein hohler Kasten.

Die verschiedenen Schalter, Taster und Anbauteile müssen anschließend einzeln montiert werden.

Ich habe die fertige Chestbox mit fünf Schrauben direkt an der Brustrüstung befestigt.

Alternativ kann man sie auch mit Klettband befestigen. Ich bevorzuge allerdings die feste Verschraubung.

Die seitlichen Anbauteile

Die beiden seitlichen Gehäuse der Chestbox bestehen jeweils aus zwei ABS-Teilen.

Diese werden ineinandergesteckt, verklebt und anschließend an der Chestbox befestigt.

Hier würde ich heute einiges anders machen.

Die Klebeflächen sind relativ klein, und bei mir haben sich die seitlichen Teile im späteren Einsatz mehrfach gelöst.

Einmal passierte das während der DoKomi. Glücklicherweise konnte der dortige Cosplay-Repair-Service das Teil wieder ankleben.

Später löste sich eines der Bauteile erneut. Mit Sekundenkleber konnte ich es zu Hause fixieren, aber leider hat der Kleber ein paar Spuren auf der Chestbox und Rüstung hinterlassen. Man muss also aufpassen, dass man bei einer Reparatur keine neue Baustelle aufreißt.

Was ich heute anders machen würde

Ich würde für die seitlichen Gehäuse einen passenden Innenkörper am Computer konstruieren und mit dem 3D-Drucker herstellen.

Dieser könnte großflächig mit der Chestbox verklebt werden. Anschließend würde ich die ursprüngliche ABS-Hülle darüber befestigen.

Damit ließe sich vermutlich eine stabilere Verbindung herstellen.

Wer einen 3D-Drucker besitzt, kann hier also über eine entsprechende Verbesserung nachdenken.

Eigene 3D-gedruckte Details

Einige Details der Chestbox habe ich durch selbst hergestellte Teile ersetzt.

Die beiliegenden quadratischen Taster waren für meinen Geschmack nicht vollständig rechtwinklig. Deshalb habe ich sie neu konstruiert und mit dem 3D-Drucker hergestellt.

Auch die weiße Umrandung der Bedienelemente ist ein eigenes 3D-Druckteil.

Die drei Wippschalter bestehen dagegen noch aus den mitgelieferten Resingussteilen.

Diese sind nicht alle vollkommen identisch. Beim Approval wurde das nicht beanstandet, aber bei einem erneuten Bau würde ich vermutlich auch diese Teile selbst konstruieren und drucken.

Das sind allerdings persönliche Verbesserungen. Die mitgelieferten Teile erfüllen grundsätzlich ihren Zweck.

Die seitlichen Zahnräder

Links und rechts an der Chestbox befinden sich zwei große, geriffelte Zahnräder.

Diese bestehen aus Resinguss.

Bei meinen Teilen musste ich lediglich etwas überschüssige Gusshaut mit einer Feile entfernen und die Unterseite etwas glätten.

Anschließend konnten sie direkt an die seitlichen Gehäuse geklebt werden.

Flightsuit und weitere Kostümteile

Der Flightsuit

Den schwarzen Flightsuit habe ich ebenfalls bei HerotecX gekauft.

Ein großer Vorteil war, dass ich ihn bei Dominik persönlich anprobieren konnte.

Bei einer Bestellung über das Internet wäre das natürlich nicht möglich gewesen.

Ich trage Größe 54. Bei meiner Körpergröße von 1,89 m und einem Gewicht von ungefähr 103 kg sitzt der Anzug sehr gut.

Lediglich beim An- und Ausziehen ist er im Schulterbereich etwas eng. Manchmal benötige ich deshalb eine helfende Hand.

Eine Nummer größer wäre möglicherweise leichter anzuziehen, könnte dann aber insgesamt zu weit ausfallen.

Der Flightsuit wurde weitgehend vollständig geliefert.

Lediglich die imperialen Signets musste ich noch auf die Ärmel aufbügeln.

Das Compad für die Ärmeltasche habe ich selbst mit dem 3D-Drucker hergestellt. Die entsprechende Vorlage stammt von Cults3D.

Gürtel, Handschuhe und Stiefel

Den Gürtel habe ich bei Klaus’ Frässtüberl gekauft.

Die schwarzen Handschuhe stammen von einem Händler für Mittelalterbedarf, bei dem ich sie 2025 auf der RPV in Oberhausen gekauft habe.

Als Stiefel verwende ich originale Knobelbecher mit einer Schnalle am oberen Schaft und Eisenbeschlägen an den Spitzen (Warum ein Pilot diese Stiefel trägt, die ich übrigens noch aus meiner Zeit beim THW kenne, weiß ich nicht. Vermutlich wollte man ihm die Möglichkeit geben, bei einer Notlandung die Frontscheibe damit heraustreten zu können 😎).

Die Schnalle ist für das Approval nicht zwingend erforderlich, entspricht aber der von mir gewünschten Ausführung.

Vom Reservepiloten zum vollständigen TIE-Piloten

Mit dem Aufbau meines TIE-Piloten habe ich Anfang 2026 begonnen.

Ende Februar kaufte ich zunächst den Flightsuit.

Da ich die übrigen benötigten Kleidungsstücke bereits besaß, konnte ich zunächst ein Approval als TIE Pilot Reserve beantragen.

Erst danach folgte der Aufbau des vollständigen Kostüms mit Helm und Rüstung.

Anfang Mai hatte ich die Rüstung als Bausatz vorliegen. Ende Mai entstanden bereits die Fotos für das Approval des vollständigen TIE-Piloten.

Natürlich gab es beim Zusammenbau immer wieder Pausen, schließlich habe ich neben dem Cosplay noch andere Hobbys und Verpflichtungen.

Insgesamt ließ sich der Bausatz aber innerhalb eines überschaubaren Zeitraums fertigstellen.

Beim Approval gab es noch kleinere Hinweise zur Passform der Rüstung und zum weißen Deckel der Pillenbox.

Diese Änderungen ließen sich schnell umsetzen.

Der erste Einsatz

Am 13. Juni 2026 war es schließlich so weit.

Mein erster Troop als vollständiger TIE-Pilot fand beim „Sommerfest der 1000 Möglichkeiten“ auf der Neuen Zeche Westerholt in Gelsenkirchen statt.

Jannik war als Jawa dabei, außerdem hatten wir unseren ferngesteuerten Mausdroiden mitgebracht.

Der erste Einsatz verlief erfreulich problemlos.

Alle Bauteile hielten, und es ging nichts kaputt.

Allerdings musste ich mich erst an die eingeschränkte Sicht durch den Helm gewöhnen.

Das Sichtfeld ist deutlich kleiner als ohne Helm. Besonders kleine Kinder, die unmittelbar vor einem stehen, kann man leicht übersehen. Durch mein Mando-Cosplay war ich ein eingeschränktes Sichtfeld bereits gewöhnt, aber der Tie-Pilot hat ein deutlich eingeschränkteres, da es nur zwei „Augen“ gibt und nicht das T-förmiges Visier des Mando-Helms, der es ermöglicht, auch nach unten zu gucken. Durch die Chestbox ist es auch nicht möglich, den Kopf nach unten zu neigen, da man mit dem Helm dort anstößt.

Hinzu kommt die grün getönte Augenblende, durch die die gesamte Umgebung einen deutlichen Grünstich erhält.

Daran muss man sich erst einmal gewöhnen.

Gerade auf Veranstaltungen mit vielen Besuchern ist deshalb besondere Vorsicht notwendig.

Sowohl der Shore Trooper als auch die Second Sister haben das gleiche Problem mit dem eingeschränkten Sichtfeld.

Ob Autofahren mit diesem Helm sinnvoll ist, bezweifle ich.

Hier sieht man schön, dass „No-Face“ Cosplays sehr beliebt sind.

Mein Fazit

Mit meinem TIE-Piloten von HerotecX bin ich insgesamt sehr zufrieden.

Die großen ABS-Teile sind sauber tiefgezogen und werden bereits mit einer hochglänzenden Oberfläche geliefert. Dadurch entfällt ein erheblicher Teil der Nacharbeit, die beispielsweise bei 3D-gedruckten Bausätzen notwendig wäre.

Trotzdem sollte man den Arbeitsaufwand nicht unterschätzen.

Die Teile müssen angepasst, gebohrt, verschraubt und verklebt werden. Gerade beim Helm ist aufgrund der asymmetrischen Form sorgfältiges Arbeiten notwendig.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die bereits fertigen Hochglanzoberflächen. Hier sollte man beim Verkleben sehr vorsichtig sein, denn Klebstoffreste lassen sich nicht immer ohne Spuren entfernen.

Auch bei den seitlichen Anbauteilen der Chestbox würde ich heute eine stabilere Befestigung vorsehen.

Meine zusätzlichen 3D-Druckteile waren nicht zwingend notwendig, haben mir aber die Möglichkeit gegeben, einige Details nach meinen Vorstellungen zu verbessern.

Besonders positiv fand ich den persönlichen Kontakt zu HerotecX.

Dass ich den Flightsuit vor dem Kauf anprobieren und mir den Zusammenbau direkt erklären lassen konnte, war ein großer Vorteil.

Auch während des Baus stand Dominik für Fragen zur Verfügung.

Wer sich einen TIE-Piloten aufbauen möchte, sollte auf jeden Fall genügend Zeit einplanen, sorgfältig arbeiten und sich regelmäßig anhand von Fotos der Originalkostüme orientieren.

Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich aus dem Kit ein sehr schönes und filmnahes Kostüm aufbauen.

Dank und hilfreiche Links

Ein besonderer Dank geht an Dominik Cremer von HerotecX, der mir bereits vor dem Kauf viele hilfreiche Informationen gegeben und mich auch während des Zusammenbaus mit Tipps und Unterstützung begleitet hat.

Hersteller und Kostüm:

Referenzen für den Zusammenbau:

3D-Druck:

Dieser Bericht beschreibt meine persönlichen Erfahrungen beim Zusammenbau des HerotecX-Kits. Er ist keine offizielle Bauanleitung der 501st Legion oder des Herstellers.

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