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Ja zum Steinberg

Nachdem am heutigen Tag mit einer Parade der historischen Fahrzeuge und einer Öffentlichkeitsveranstaltung der Betriebshof Am Steinberg nach 103 Jahren in den Ruhestand verabschiedet wurde, steht nun weiterhin zur Diskussion, wie die zukünftige Nutzung aussehen wird.

Eine vernünftige Lösung kann nur so aussehen, dass mindestens Teile des Betriebshofes für die Unterstellung der historischen Fahrzeuge genutzt werden und so in Bilk ein Museum für den Düsseldorf Nahverkehr entsteht.

Ich sage daher „Ja zum Steinberg“.

Hier ein paar Fotos vom heutigen Tage:

Der „Holzzug“: TW 954 + BW 858 + BW 797

 

Parade der aufgestellten Fahrzeuge von Neu (links) nach Alt (rechts)

 

Charakterköpfe

 

Alt und Neu

 

Hier der Star des Tages:

Mit dem heutigen Tag endete auch der Einsatz der GT8S auf Düsseldorfer Schienen. In Krakau werden sie hoffentlich noch viele Jahre im Dienst sein. In Düsseldorf verbleiben nur noch die U-Bahntauglichen GT8SU.

Zum Abschluss daher noch einige Fotos von TW 3045, der heute zwischen Steinberg und Hbf pendelte:

 

Weitere Bilder sind in meinem Picasa-Album zu finden.

Überreste der Straßenbahn in Erfurt

Beim Spaziergang in Erfurt vor der Veranstaltung „Klein Bahn Ganz Groß“ entdeckten wir an einem noch nicht sanierten Haus an der Kettenstraße eine Oberleitungsrosette:

(Klicken zum Vergrößerung)

Es handelt sich dabei um Überreste der Strecke der Grünen Linie. In einem Linienplan von 1915 befuhr diese die Straße Lange Brücke, um über die Kettelstraße zum Domplatz zu gelangen. Auf dem Linienplan vom 1938 nach der Neuordnung der Linien und Einführung von Liniennummern war diese Strecke bereits nicht mehr enthalten.

[map:http://maps.google.de/maps?q=50.97624,11.026421&num=1&t=h&sll=50.976343,11.025345&sspn=0.006295,0.006295&gl=de&ie=UTF8&ll=50.97618,11.025821&spn=0.001888,0.004823&z=18]

 

Die Straßenbahn in Düsseldorf im Modell, Teil 1 (1899-1945)

Hallo,

ich möchte an dieser Stelle die Entwicklung der Straßenbahn in Düsseldorf an ausgewählten Beispielen zeigen. Ich spreche extra nicht ausschließlich nur von der Rheinischen Bahngesellschaft (heute nur noch Rheinbahn), da diese früher die linksrheinischen Strecken, z.B. die K nach Krefeld, betrieben hat und die innerstädtischen Linien anfangs von der städtischen Düsseldorfer Straßenbahn betrieben wurden.

Beginnen möchte ich mit einem Zug der noch aus dem 19. Jahrhundert stammt und in dieser Form bis etwas zum 1. Weltkrieg verkehrte. Gerade in den Sommermonaten war eine Fahrt im offenen Beiwagen eine schöne Erfrischung.

 

Die Triebwagen wurde später mehrfach umgebaut, u.a. mit verglasten Plattformen versehen. Hier gab es auch schon Liniennummern, so verkehrt dieser Wagen auf der Linie 12 Richtung Ratingen:

 

Nachdem 1922 die Rheinische Bahngesellschaft die städtische Straßenbahn übernommen hatte, firmierten auch deren Fahrzeuge unter deren Namen, wie dieser 1920 gebaute Triebwagen der Nr. 584 mit Beiwagen 742:

 

Diese Fahrzeuge und die etwas später gebauten Sechsfensterwagen, wie der hier im Modell gezeigte TW 954 mit Beiwagen 858, gebaut 1928, prägten auch nach dem Krieg das Bild der Straßenbahn in Düsseldorf:

 

2 Jahre eher entstanden für die Düsseldorf-Duisburger-Kleinbahn mehrere schwere Vierachser für die Überlandstrecke (D-Bahn). Hier sehen wir den 1926 gebauten TW 17 mit dem 1924 gebauten Speisewagen 1072 der K-Bahn:

 

Nach zwei Prototypen entstanden zwischen 1937 und 1943 moderne „Niederflurwagen“, die gegenüber ihren Vorgängern den Einstieg um eine Stufe verringert hatten. Diese Fahrzeuge waren die letzten in Düsseldorf eingesetzten Zweiachser. Hier fährt TW 267 mit BW 316.

 

Zur gleichen Zeit wurden für die Meterspurstrecken nach Vohwinkel und Ohligs ebenfalls neue Fahrzeuge beschafft. Man erkennt am 1935 gebauten TW 107 den Geschmack der damaligen Zeit. Gekuppelt ist er mit einem zweiachsigen Beiwagen ähnlich denen der Normalspur.

 

Die Fahrzeuge des folgenden Zuges sind beide vor 1945 gebaut, allerdings gabs es diese Zusammenstellung erst später, als einige Normalspurbeiwagen auf Meterspur umgebaut umgebaut wurden:

 

Für den Güterverkehr wurde u.a. TW 48 vorgehalten, dessen Aufbau einem Güterwagen ähnelt:

 

Hier endet nun der erste Teil.  Mehr gibt es im nächsten Teil zu sehen, der die Zeit bis zum Niederflurwagen beschreibt.

 

Anmerkung:

Die gezeigten Fahrzeuge sind ohne Ausnahme Eigenbauten und nicht im regulären Handel erhältlich.

 

Schienenbruch in Minashima

Jetzt frage mich mal jemand, woran es lag. War es der Rücktransport von Erfurt? Die hohen Temperaturen? Ich kann diese Frage leider nicht beantworten, aber seht selbst:

Ein Klick auf das Bild führt zu einer Vergrößerung.

Wie man sieht, ist beider linken Weiche die Weichenzunge zum abgehenden Gleis gebrochen, so dass die Weiche nicht mehr korrekt auf Abzweig gestellt werden kann.  😯 😕

Ich kann zwischenzeitlich allerdings Entwarnung geben. Der Gleisbruch wurde umgehend repariert.  8)

Nur ein Güterwagen

Auch bei einer Straßenbahn kann es Güterwagen geben. Man muss hier zwischen zwei Arten von Fahrzeugen unterscheiden:

  • speziell für den Straßenbahnverkehr konzipierte Fahrzeuge, die sich insbesondere in Breite und Länge an die Gleisanlagen orientieren
  • Vollbahn-Fahrzeuge, die deutlich breiter und länger sind

Zu der letzteren Art gehört das Fahrzeug, was heute bei mir eingetroffen ist.

Es handelt sich um das Modell eines geschlossenen Güterwagens der Bauart Glr22 des Gattungsbezirks Dresden. Diese Fahrzeuge wurden als genormte Fahrzeuge von der neugegründeten DRG in den 20er Jahren entworfen und waren teilweise bis in die 80er Jahre im Einsatz. Heute sind diese Güterwagen fast vollständig von Containertransportwagen verdrängt worden.

Bei dem Brawa-Modell handelt es sich um die Nachbildung eines G-Wagen, der im Dienst des Chemiefaserwerks in Premnitz steht:

Beladen ist der G-Wagen mit dem hochgiftigen Tetraethylblei. Warnhinweise finden sich sowohl in Deutsch als auch Russisch auf beiden Seiten des Fahrzeugs. Auf Preisersicht kann man die Dimensionen des Fahrzeugs erahnen und dass für meine Straßenbahnradien definitiv zu lang ist. Hier quietscht sogar das Modell 😉

 

Die mit Puffern versehene Lok 1 verschiebt den Wagen gerade auf das Anschlussgleis der Wittmann AG. Zu dem Bild kann ich noch sagen „it MAST be“ … einer ist immer im Weg und irgendwas ist immer krumm 😉

Das Modell ist mit 36,95 €  zugegeben nicht preiswert, aber es ist auch nicht billig. Für mich eine schöne Besonderheit, zumal ich auch die Reste der Fabrik in Premnitz kenne.

 

Alles neu macht der Juni :-)

Hallihallo,

sicherlich bist du jetzt erstaunt, die Seite www.tramspotters.de in diesem Layout zu finden.

Ich habe mir gedacht, dass nach 6 Jahren mein Webauftritt mal eine kleine Auffrischung vertragen kann. Damit die Administration einfacher ist, habe ich mir für ein Blogsystem entschieden.  Hier findet ihr alles zum Thema Modellstraßenbahnen, wie z.B. meine eigenen Modelle, als auch meine Anlage in H0 und N.

Es besteht jetzt die Möglichkeit, Bilder und Blogeinträge zu kommentieren, als auch einen Blogeintrag bei Facebook zu zeigen.

Ein Kontaktformular findest du über den Link oben im Kopf der Seite. Dort finden sich auch direkte Links zu bestimmten Themen.

Tschoe, Guido